Dienstag, 04.12.2012

Streit um Urkunden zum Riesenstiefel

Der Roßweiner Heinz Richter hat einem Döbelner Unternehmer die Urkunden geliehen. Der Fall ist heute Thema am Landgericht.

Von Maria Lotze

Zwei Urkunden zum Döbelner Riesenstiefel beschäftigen heute die Richter am Landgericht Chemnitz. Der Roßweiner Schrotthändler Heinz Richter verklagt einen Döbelner Unternehmer. Der Geschäftsmann will, laut Richter, den Meisterbrief von Stiefelbauer Emil Schmalfuß sowie eine Urkunde zur Verleihung einer Goldmedaille für den Stiefel aus dem Jahr 1925 nicht zurückgeben.

In Mahlitzsch gefunden

Im Jahr 1992 hat der Roßweiner Schrotthändler beide Urkunden beim Beräumen eines Grundstückes in Mahlitzsch gefunden. Der damalige Eigentümer wollte sie nicht mehr haben. Richter kaufte ihm die Urkunden ab. „Ich dachte mir, sie könnten mal von Interesse sein“, so Richter.

Im Jahr 2003 habe er die Urkunden an den Döbelner Unternehmer verliehen. Seit März vergangenen Jahres verlangt Richter die Dokumente zurück. „Ich habe gesehen, dass im Rathaus Kopien davon hängen“, sagt der 58-Jährige. Auch beim diesjährigen Tag der Sachsen in Freiberg habe der Döbelner Kopien präsentiert.

Seit März 2011 verlangt der Roßweiner „sein Eigentum“ zurück. Mehrmals habe er dem Döbelner Unternehmer eine Frist gesetzt, per Einschreiben, über einen Anwalt. Doch die Urkunden habe er nicht zurück bekommen. Im November wurde der Fall bereits vor dem Döbelner Amtsgericht behandelt. Heute beschäftigt sich nun das Landgericht in Chemnitz mit dem Streit um die Urkunden.

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