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Montag, 12.02.2018

Straßenbau kappt Hauptlebensader

Der kürzeste Weg von Bahra nach Pirna ist für zwei Jahre zwölf Kilometer länger. Das wird auch für die Herberge eine Herausforderung.

Von Heike Sabel

© Koerner, Heidemarie

Bad Gottleuba-Berggießhübel. Am Tag eins der vollgesperrten Kreisstraße K 8751 zwischen Markersbach und Zwiesel ist noch nicht absehbar, welche Folgen das für die Herberge Bahra hat. „Es ist die Hauptlebensader für das Dorf – der kürzeste Weg nach Pirna und zu den Städten Berggießhübel und Bad Gottleuba, wo sich die wichtigsten Versorgungseinrichtungen befinden“, sagt Herbergsleiter Uwe Kleebaum. Der kürzeste Weg ist nun durch die Umleitung für zwei Jahre um etwa zwölf Kilometer länger.

Kleebaum hat zunächst alle Geschäftspartner – von Lieferanten über Baubetriebe bis zu Busunternehmen informiert. „Wir werden es auch auf unserer Internetseite kommunizieren und alle Gruppen, die dieses und nächstes Jahr bei uns buchen, informieren und um Verständnis bitten.“ Das Bestellbuch für dieses Jahr ist schon gut gefüllt.

Für Kleebaum und die Herbergsmitarbeiter wird es eine harte Zeit. Nicht nur wegen der Zeit für die längeren Wege. Der Straßenbau ist nämlich nicht das einzige Problem, sagt er und zählt auf: schlechte Telefon- und Internetverbindung, die gestiegene Kurtaxe, allgemein explodierende Preise und absoluter Arbeitskräftemangel. Trotzdem investiert die Herberge weiter. Aktuelles Vorhaben ist das sogenannte Hexenhaus auf dem Areal, das bis zum Saisonstart 2019 um- und ausgebaut werden soll. Dann hat der Straßenbau gerade die Halbzeit hinter sich.

Der dauert voraussichtlich bis Ende Februar 2020. Bis dahin sollen 800 Meter Straße, 272 Meter Stützwände und eine elf Meter lange Brücke gebaut werden. Die Umleitung ist rund zwölf Kilometer lang und führt von Bahra über die K 8751 in Richtung Markersbach, auf die S 171 und S 173 in Richtung Kurort Berggießhübel bzw. umgekehrt. (SZ/sab)