Samstag, 24.11.2012

Steuerberater kritisieren rechtliche Unsicherheit zum Jahreswechsel

Berlin. Deutschlands Steuerberater befürchten nach einem „Focus“-Bericht zum Jahreswechsel rechtliche Unsicherheiten für viele Bürger. Der Grund: Fünf Steuergesetze hängen derzeit im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat und sollen dort erst am 12. Dezember beraten werden. „Niemand hat Planungssicherheit, wenn das ab 2013 geltende Steuerrecht erst kurz vor Inkrafttreten beschlossen wird“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Steuerberaterverbandes, Norman Peters, dem Nachrichtenmagazin.

Mit Blick auf die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss befürchtet Peters zudem: „Die Gefahr ist groß, dass die dort erzielbaren Ergebnisse eher an Teppichhandel erinnern als an ein fachgerechtes Steuerrecht.“

In den Vermittlungsausschuss wird voraussichtlich das am Freitag im Bundesrat gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz kommen. Dort befinden sich dem Bericht zufolge außerdem das Jahressteuergesetz, das unter anderem kürzere Aufbewahrungsfristen für steuerrelevante Unterlagen vorsieht, die Anpassung der Einkommensteuertarife an die Inflation, die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung und Neuregelungen im Unternehmenssteuerrecht. (dpa)

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