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Freitag, 26.02.2016

Steinwurf gegen Asylunterkunft

Bei dem Angriff Dienstagabend in Moritzburg ging eine Scheibe zu Bruch. Von den Bewohnern wurde aber wohl niemand verletzt.

Von Sven Görner

Nach Informationen der SZ soll der Stein eine Scheibe des Heimes zerstört haben. Dieses Foto zeigt nicht den Schaden vom Anschlag in Moritzburg.
Nach Informationen der SZ soll der Stein eine Scheibe des Heimes zerstört haben. Dieses Foto zeigt nicht den Schaden vom Anschlag in Moritzburg.

© Symbolbild/dpa

Moritzburg. Auf die Moritzburger Notunterkunft für Asylbewerber ist diese Woche ein Anschlag erfolgt. Die Polizei bestätigte am Donnerstag auf Nachfrage entsprechende Informationen der SZ. Einzelheiten wollte die Polizeidirektion in Dresden aber nicht herausgeben, weil der Vorfall inzwischen vom Operativen Abwehrzentrum der Polizei in Leipzig übernommen wurde. Dort war Donnerstag Nachmittag niemand für eine Auskunft erreichbar.

Nach Informationen der SZ soll der Stein eine Scheibe des Heimes zerstört haben. In dem Zimmer hätten sich zum Zeitpunkt des Anschlages Flüchtlinge aufgehalten. Verletzt wurde aber offenbar niemand. Zu erfahren war auch, dass kurz nach dem Wurf ein Auto weggefahren sei.

In der zweiten Januarwoche waren in der früheren Heimschule auf dem Diakoniegelände die ersten Asylbewerber eingezogen. Bei ihrer Ankunft wurden die 64 Männer von zahlreichen Moritzburgern freundlich begrüßt. Mitglieder der Initiative Vielfalt kümmern sich seitdem darum, dass die Fremden nicht nur Deutsch lernen, sondern auch auf andere Weise in das Leben der Gemeinde integriert werden. Allerdings wurden in der Umgebung der neuen Asylunterkunft auch immer wieder Böller gezündet. Verstärkt in der vergangenen Woche, wie der Bürgermeister am Montagabend im Gemeinderat informiert hatte.