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Dienstag, 06.09.2016

Statikprobleme in der Spielbank

Im Café Prag kann noch immer nicht gedaddelt werden. Die Standsicherheit konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Ins Café Prag soll eine Spielhalle einziehen.
Ins Café Prag soll eine Spielhalle einziehen.

© Sven Ellger

Einen schlechteren Start hätte sich die Spielbank Dresden nicht vorstellen können: Eigentlich wollte das staatliche Automaten-Kasino am Sonnabend öffnen. Doch die Spielgeräte blieben aus, das Bauaufsichtsamt hat die Räume nicht freigegeben. „Das Amt hat den Eigentümer in einem Schreiben darüber informiert, dass die Standsicherheit beim Neubau durch einen Baustatiker noch nicht sachgerecht nachgewiesen wurde“, so Rathaussprecher Karl Schuricht. „Damit ist der Bau noch nicht abgeschlossen und nicht nutzungsbereit.“

Für das Kasino wurden die erste und zweite Etage komplett umgebaut. Dort stehen 97 schwere Geräte, die Kasse ist mit Sicherheitsglas ausgestattet, dazu gibt es einen Empfang und eine Bar. Das alles bringt ordentlich Gewicht auf die Decken.

Eigentümer des Cafés Prag und damit für den Bau verantwortlich ist die Firma Patrizia Immobilien aus Augsburg. „Wir bedauern außerordentlich, dass es bei der Eröffnung der Spielbank in Dresden kurzfristig zu Verzögerungen gekommen ist“, so deren Sprecher Ralf Beunink. Er stellt es so dar, dass „offenbar nicht alle erforderlichen Bescheinigungen die Bauaufsicht früh genug erreicht haben und entsprechend rechtzeitig bis zur Eröffnung geprüft werden konnten“. Es gebe aber keinerlei Baumängel an dem Gebäude. Auch die Brandschutzanlagen seien durch die Sachverständigen abgenommen worden.

„Aktuell befinden wir uns in konstruktiven Gesprächen mit der Bauaufsicht und rechnen damit, dass von ihr kurzfristig die Voraussetzungen für die Nutzungsaufnahme für den Gebäudeteil bestätigt werden“, so Beunink. Sachsens Spielbanken-Chef Siegfried Schenek ist wenig amüsiert über die Verzögerung: „Wir können nichts machen. Das muss der Eigentümer mit der Bauaufsicht klären.“ Schadenersatz werde er aber wohl nicht fordern. (SZ/awe)

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