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Donnerstag, 07.12.2017

Starkes Glied in starker Kette

Jetzt ist es auch nach außen sichtbar: Das Parkhotel gehört zur Dorint-Gruppe. Die bringt entscheidende Vorteile.

Von Peter Anderson

Wollen gemeinsam durch Synergien mehr Gäste in die Region holen: Dresdens Dorint-Chef Michael Mollau mit seinem Meißner Kollegen Stefan Schwind in der Mitte und Meißens OB Olaf Raschke vor der neuen Dorint-Tafel am Parkhotel auf der Hafenstraße.
Wollen gemeinsam durch Synergien mehr Gäste in die Region holen: Dresdens Dorint-Chef Michael Mollau mit seinem Meißner Kollegen Stefan Schwind in der Mitte und Meißens OB Olaf Raschke vor der neuen Dorint-Tafel am Parkhotel auf der Hafenstraße.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Neue Kette – neues Glück. Wenn Meißens größtes Hotel sich umorientiert, kommt Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) persönlich vorbei. Gemeinsam mit Hotelchef Stefan Schwind hat der Rathauschef am Mittwoch die neue Namenstafel an dem Traditionshaus eingeweiht.

Nötig geworden war der Schwenk, nachdem das Hotel in der ersten Jahreshälfte aus der Welcome-Gruppe ausgeschieden war. Der früher zum Warsteiner-Konzern gehörende Verbund, hatte zuvor mit der britischen Beteiligungsgesellschaft Terra Firma einen neuen Besitzer gefunden. Das könnte ein Anlass für den Alleingang der Meißner gewesen sein.

Nun ist das Parkhotel erneut unter das Dach einer starken Kette geschlüpft. „Wir hoffen, dass uns das bei der Suche nach Personal weiterhilft“, sagt Stefan Schwind. Fachkräfte ließen sich mit einem Verbund im Rücken oft leichter gewinnen. Aktuell benötigt das Meißner Unternehmen der Internetplattform Hotelcareer.de zufolge frische Kräfte für mindestens vier Positionen. Gebraucht werden ein Chef für die Bar, ein Kellner sowie ein Rezeptionsmitarbeiter und nicht zuletzt ein Frühstückskoch. Dem Arbeitsmarktreport 2017 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zufolge können rund 57 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe derzeit Stellen langfristig nicht besetzen.

Zweites Ziel der Partnerschaft mit Dorint dürfte neben der Personalsuche das Marketing sein. Parkhotelchef Stefan Schwind benennt das Tagungsgeschäft als wichtigen Schwerpunkt. Das nächste Hotel mit vergleichbaren Kapazitäten gibt es in Radebeul. Im Neubau links der historischen Villa verfügt das Haus seit 2015 über einen 300-Quadratmeter-Raum, der mehr als 200 Sitzplätze bietet und sich durch Trennwände abteilen lässt. Mit versenkbarer Technik lässt er sich für Tagungen nutzen. Genauso ist er mit seinen Kronleuchtern und der exquisiten Innenausstattung auch für Feierlichkeiten geeignet.

Der Wechsel der Kette ist für den Betrieb nicht ungewöhnlich. 1994 eröffnet, gehörte er rund sieben Jahre zur ungarischen Pannonia-Gruppe. 2001 ging das für seinen farbstarken Fliesenschmuck bekannte Denkmal auf der Hafenstraße in den Mercure Verbund über. Als Chef kam Michael Schwarzenberg aus Dresden. Nach dem Rückzug von Mercure 2007 übernahm die bis vergangenes Jahr zum Warsteiner-Braukonzern gehörende Welcome-Gruppe. Wenige Jahre später erwarb der Chef der Berliner Bauwert-Immobiliengruppe Jürgen Leibfried sowohl den Goldenen Löwen und die Residenz als auch das Parkhotel. Das Kerngeschäft von Bauwert bilden anspruchsvolle Büro- und Einzelhandelsbauten in deutschen Großstädten sowie hochwertige Wohnimmobilien in Berlin.

Die Dorint-Gruppe wurde 1959 von Hotelier Werner Dornieden mit einem ersten Haus in Mönchengladbach gegründet. Aktuell gehört sie zu der in Köln ansässigen Finanzholding Honestis AG. Aktuell zählen 41 Hotels und Ressorts in Deutschland und Europa zu der Gruppe. Ab dem neuen Jahr ist auch das Kongresshotel in Chemnitz Teil des Verbundes.

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag lädt das Dorint-Parkhotel ab 12 Uhr zu einem Weihnachtsbrunch für 50 Euro pro Person ein. Anmeldung unter: 72250.