erweiterte Suche
Freitag, 25.01.2013

Städtetag warnt vor Qualitätseinbußen beim Trinkwasser

Osnabrück. Der Deutsche Städtetag hat vor den am Donnerstag in Brüssel beschlossenen EU-Plänen zur möglichen Privatisierung der Trinkwasserversorgung gewarnt. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) sagte Städtetagspräsident Christian Ude: „Die Bundesregierung muss im EU-Ministerrat eingreifen, um die kommunale Wasserversorgung in Deutschland zu retten. Ohne die bürgernahe Versorgung durch die Stadtwerke sind auch Qualitätseinbußen beim Trinkwasser nicht auszuschließen.“ Eine Marktöffnung durch die Hintertür beim lebenswichtigen Trinkwasser stoße auf den erbitterten Widerstand der Kommunen, sagte der SPD-Oberbürgermeister von München.

Der zuständige Binnenmarktausschuss im EU-Parlament hatte einer Richtlinie zugestimmt, die eine Liberalisierung der Trinkwasserversorgung ermöglicht. Ude kritisierte, die EU-Kommission behaupte zwar, nur ohnehin geplante Privatisierungen transparent gestalten zu wollen. „In Wahrheit macht sie aber die Beibehaltung der kommunalen Wasserversorgung von Voraussetzungen abhängig, die gar nicht überall erfüllt werden können.“ Der Deutsche Städtetag fordere, dass die Wasserversorgung aus der EU-Richtlinie herausgenommen werde. (dapd)

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.