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Samstag, 25.10.2014

Stadt zufrieden mit Straßenmusik-Regeln

Die Beschwerden von Anwohnern seien spürbar zurückgegangen. Demnächst ist eine große Runde mit allen Beteiligten geplant.

Von Tobias Winzer

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Der russische Musiker Piotr Sviridovich aus Rostow singt im Gewölbegang des Georgentores in der Schloßstraße. Begleitet wird er von seinem Sohn Iwan.
Der russische Musiker Piotr Sviridovich aus Rostow singt im Gewölbegang des Georgentores in der Schloßstraße. Begleitet wird er von seinem Sohn Iwan.

© ZB

Strengere Regeln, große Wirkung – so lautet die Rechnung der Stadt, was das Thema Straßenmusik angeht. Seit Anfang August schaut das Rathaus Saxofonisten, Geigenspielern oder Panflötisten verstärkt auf die Finger. Die Zahl der Anwohnerbeschwerden sei seitdem spürbar zurückgegangen, sagt Sprecher Kai Schulz. „Mit der zum 1. August in Kraft gesetzten Regelung konnten wir die Situation für beide Seiten, Straßenmusiker und -künstler wie Anwohner, in geordnete Bahnen leiten.“

Besonders laute Instrumente sowie Musiker mit Verstärkern sind seitdem gänzlich verboten. Die Musiker müssen sich täglich um eine neue Genehmigung im Amt kümmern, die fünf Euro kostet. An Sonn- und Feiertagen ist Straßenmusik generell nicht mehr erlaubt, ebenso wenig wie in der Vorweihnachtszeit und beim Stadtfest. Außerdem müssen sich die Künstler an bestimmte Orte halten. Klavierspieler dürfen zum Beispiel nur noch in der Hauptstraße auftreten. Die Stadt hatte reagiert, weil es rund 120 Beschwerden von Anwohnern und Gewerbetreibenden gegeben hatte.

In zwölf Fällen erteilte das Ordnungsamt den Straßenmusikern bislang einen Platzverweis, weil die Erlaubnis fehlte, sie am falschen Ort spielten oder Pausenzeiten nicht einhielten. In drei Fällen mussten die Künstler eine Strafe zwischen 20 und 50 Euro zahlen. Im November ist ein Runder Tisch mit Anwohnern, Gewerbetreibenden und Straßenmusikern geplant. Danach soll es eine neue Regelung geben.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 9 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Andreas Pahlke

    alles gut und begrüßbar aber wichtiger wäre wohl gewesen die tunesische Drogenmafia vom Wiener Platz und der Prager Str. zu verdammen zum Wohl unsrer Kinder ....

  2. Dresdner

    Andreas Pahlke bringt es auf den Punkt !

  3. Petra Kaiser

    Sehr richtig. Herr Pahlke ! Doch das scheint die Stadt nicht wirklich zu stören ...

  4. Wunderlich

    Die tunesische Dealerszene könnte ganz schnell entscheidend geschwächt werden, wenn die Verantwortlichen geltende Gesetze umsetzen würden und unberechtigte Asylantragsteller zügig abschieben würden. Außerdem wäre dann Platz für wirkliche Flüchtlinge und man brauchte nicht aufwändig neue Unterbringungsmöglichkeiten schaffen.

  5. Didi

    Diese Leute von einschlägigen Umweltverbänden, die einem immer am Hauptbahnhof belästigen und zutexten sollte man von da auch mal verbannen.

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