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Freitag, 08.12.2017

Stadt verteidigt Kürzung bei Seniorenclubs

Ab kommendem Jahr erhalten die Begegnungsstätten kein Geld mehr. Das Rathaus begründet das unter anderem mit der schlechten Auslastung.

Von Britta Veltzke

Symbolfoto
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© dpa

Riesa. Das Rathaus steht hinter der Entscheidung, die finanzielle Förderung für die Riesaer Seniorenclubs ab 2018 einzustellen. „Durch einen interkommunalen Vergleich haben wir festgestellt, dass Seniorenclubs auch ohne finanzielle Beteiligung der Kommune bestehen können“, sagt Stadtsprecher Uwe Päsler. Zudem habe eine Prüfung der Auslastung gezeigt, dass die Angebote in den Seniorenclubs nicht übermäßig gefragt seien. „Es gibt überall ein Stammpublikum, aber viele Senioren nehmen auch andere Angebote wahr oder wollen sich selbst aktiv einbringen und nicht unbedingt einen Seniorenclub nutzen“, so Päsler. Möglichkeiten dafür böten etwa das Mehrgenerationenhaus des Sprungbrett e. V., das Haus am Poppitzer Platz und viele Vereine. Das habe die Verwaltung dazu veranlasst, ihre bisherige Förderung auch mit Blick auf die notwendige Haushaltskonsolidierung zu hinterfragen. Bisher wurden noch sechs Begegnungsstätten mit insgesamt 37 000 Euro im Jahr gefördert.

Zumindest der Seniorenclub in Jahnishausen war mit bis zu 40 Mitgliedern bislang immer gut besucht. Weil das DRK in dem Gebäude allerdings mehrere Tausend Euro im Jahr für Nebenkosten aufbringen muss, hat der Kreisverband die Mitgliedsbeiträge ab 2018 von zwölf auf 144 Euro erhöht. Dies hat zu vielen Austritten geführt (SZ berichtete).