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Donnerstag, 05.10.2017

Stadt unterstützt Wenzelsmarkt-Händler

Damit die Buden weiterhin an der Reichenstraße in Bautzen stehen können, müssen die Hüttenbetreiber nachrüsten. Doch das ist teuer.

Von Marleen Hollenbach

Der Bautzener Weihnachtsmarkt öffnet in diesem Jahr am 1. Dezember. Die Buden auf der Reichenstraße werden dann allerdings ein wenig anders aussehen.
Der Bautzener Weihnachtsmarkt öffnet in diesem Jahr am 1. Dezember. Die Buden auf der Reichenstraße werden dann allerdings ein wenig anders aussehen.

© Archivfoto: Uwe Soeder

Bautzen. Erst in zwei Monaten wird der Wenzelsmarkt eröffnet. Doch bei der Stadtverwaltung ist er schon jetzt Thema. Diskutiert wird vor allem über die Sicherheit. In den vergangenen Wochen hat die Stadt den Brandschutz des Bautzener Weihnachtsmarktes überprüft. Dabei standen vor allem die Hütten zwischen Hauptmarkt und Reichenturm im Fokus.

Zwar dürfen auf der Reichenstraße auch weiterhin die Buden stehen. Doch die Händler müssen jetzt nachrüsten. Weil der Mindestabstand zwischen den Hütten und den Hausfassaden nicht eingehalten werden kann, benötigen 24 Buden an der Rückseite eine Brandschutzplatte. Und die ist nicht billig. Allein das Material kostet 600 Euro. Beauftragt der Händler eine Firma, um die Wand zu montieren, dann steigt der Betrag sogar auf über 900 Euro. Dass das für viele Händler keine Kleinigkeit ist, weiß man auch bei der Stadtverwaltung. „Wir haben deshalb nach einer fairen Lösung für die Händler gesucht. Niemand soll durch die Nachrüstung Gefahr laufen, nicht mehr am Wenzelsmarkt teilnehmen zu können“, erklärt Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD). Konkret heißt das: Die Stadt unterstützt jetzt alle betroffenen Hüttenbetreiber und gibt ihnen zur neuen Brandschutzwand 250 Euro dazu. Die Überprüfung des Brandschutzes hatte die Bauaufsichtsbehörde gemeinsam mit der Feuerwehr veranlasst. Wie es aus dem Rathaus heißt, war unter anderem der Brand auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Stallhof in Dresden Anlass für die Prüfung. Im Dezember 2007 hatten sich dort in einem Marktstand Flammen ausgebreitet. Mehrere Buden und Teile der Fassade des Stallhofs brannten.

Bei der Diskussion um den Brandschutz auf der Reichenstraße kam noch eine andere Idee auf. So wollten die Bautzener Stadträte wissen, ob es nicht möglich sei, die Hütten Rücken an Rücken und damit mitten auf die Straße statt an den Rand zu stellen. Eine Variante, die sicher auch bei den Geschäftsinhabern der Reichenstraße auf Zustimmung gestoßen wäre. Schon lange sind die Ladenbesitzer unglücklich darüber, dass die Hütten in der Weihnachtszeit ihre Schaufenster verdecken. Doch das sei keine Möglichkeit, heißt es aus dem Rathaus. Denn damit würde man nur den Fluchtweg für die Feuerwehr zustellen.