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Donnerstag, 05.10.2017

Stadt sucht nach Unkraut-Lösung

Sprießendes Grün ist immer wieder Thema in der Stadt Königsbrück. Das Rathaus versucht, in Zukunft gegenzusteuern.

© Symbolbild: Ines Scholze-Luft

Königsbrück. Es ist eines der häufigsten Themen, das in regelmäßigen Abständen im Stadtrat in Königsbrück angesprochen wird – das Unkraut in der Stadt. Einige Königsbrücker geben ihren Stadträten die Kritik immer wieder mit auf den Weg und die Kommunalpolitiker leiten die Anmerkungen und Hinweise an die Stadtverwaltung weiter. Viele Königsbrücker sind anderes in der Stadt und den beiden Ortsteilen Gräfenhain und Röhrsdorf gewohnt. Und tatsächlich räumt das Rathaus ein, dass es Schwierigkeiten gebe. „Wir haben drei Arbeiter im Bauhof, früher hatten wir mit Zivis und anderen Helfern 30. Da geht nun vieles nicht mehr“, sagt Bürgermeister Heiko Driesnack (CDU). „Wir sind stattdessen auf die Hilfe aller angewiesen.“

Rasen statt Bodendecker

Die Stadt muss dabei auch auf neue Entwicklungen eingehen. Sie kann nicht mehr Unkraut-Gift einsetzen. Die Alternativen, die Städte wie Pulsnitz und Bernsdorf mit Multifunktionsgerät und Unkrautbürste finden, sind im kleinen Königsbrück nach Einschätzung des Bürgermeisters nicht rentabel. Das Rathaus ist dazu übergegangen, Straßenbegleitgrün pflegeärmer zu gestalten. So war es in den 90er Jahren nahezu normal, dass zwischen Straße und Gehweg noch ein Streifen mit Bodendeckern bepflanzt wurde. „Wir haben an bestimmten Stellen angefangen, die Pflanzen wegzunehmen und stattdessen Rasen einzusäen. Da braucht man nur mit dem Rasenmäher drüberzugehen“, sagt Heiko Driesnack. Ein Beispiel ist die Gestaltung der Hohenthalstraße. Aufwendig bleibt aber zum Beispiel die Pflege der Pflanzflächen am Zughaltepunkt.

Die Anlieger sind nach der Straßenreinigungssatzung verpflichtet, zum Beispiel Gehwege vor ihren Grundstücken in Ordnung zu halten. „Ein großer Teil der Menschen in Königsbrück erledigt das auch“, sagt Heiko Driesnack. Es gebe aber auch Ecken, wo das nicht geschehe. „Wir haben uns aber bisher schwer damit getan, die Anlieger anzuschreiben, weil wir unsere Aufgaben auch nicht zu 100 Prozent erledigen“, sagt der Bürgermeister. „Wir sehen die Probleme schon, wir versuchen gegenzusteuern, aber das ist schwierig.“ (SZ/pre)