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Mittwoch, 24.02.2016

Stadt rudert mit BRN-Plänen zurück

Für die Sicherheit fallen Stände weg. Eine bisher kursierende Zahl wird aber nicht bestätigt.

Besucher des Stadtteilfestes „Bunte Republik Neustadt“ im Juni 2013.
Besucher des Stadtteilfestes „Bunte Republik Neustadt“ im Juni 2013.

© dpa

Der Bürgersaal im Ortsamt Neustadt war am Montagabend fast komplett gefüllt. Denn im Neustädter Ortsbeirat ging es um die Zukunft der Bunten Republik Neustadt (BRN). Eine Sicherheitsanalyse des Festes, die im vergangenen Jahr von der Agentur des Stadtfestveranstalters Frank Schröder gemacht wurde, zeigte, dass an einigen Stellen Lebensgefahr herrscht. Was deshalb anders werden soll, erklärten Schröder und Ordnungsamtsleiter Ralf Lübs.

Gleich zu Beginn gab es eine gute Nachricht. Denn bislang hieß es, dass bis zu 40 Prozent der Stände wegfallen könnten. „Diese Zahl ist falsch“, sagte Lübs. Denn auch bisher seien einige der Flächen, auf denen künftig Aufbauten verboten werden sollen, nicht genutzt. „Außerdem werden wir nicht alle Empfehlungen der Agentur eins zu eins umsetzen.“ Bisheriger Stand ist, dass die Alaun-, die Sebnitzer sowie Teile der Louisenstraße nur einseitig bebaut werden dürfen. Dem Vorschlag der Agentur, die Straßenseiten jährlich zu wechseln, folgt die Stadt aber nicht. Stattdessen sollen nur auf den Seiten mit breiterem Gehweg Stände stehen. Teile der Martin-Luther- und der Seifhennersdorfer Straße sollen künftig leer bleiben. Außerdem werden Kreuzungen künftig freigehalten.

Als Ausgleich will die Stadt die Regeln zur Standvergabe auflockern. Bisher wurden nur Flächen vor der eigenen Haustür vergeben. Nun können Neustädter gegebenenfalls auf andere Orte ausweichen. „Die Katharinenstraße ist zum Beispiel unterbesetzt“, so Lübs. Auf Anregung der Neustädter Ortsbeiräte soll nun geprüft werden, ob auch auf dem Scheunevorplatz und der Brache an der Königsbrücker Straße 8 aufgebaut werden kann. Außerdem wünschen sie sich eine stunden- oder tageweise Vergabe auch an den kritischen Stellen. Dort könnten Kulturschaffende ihre Stände aufbauen, wenn auf der BRN noch nicht ganz so viele Besucher unterwegs sind. Bis zum 18. März müssen die Entscheidungen gefallen sein, dann soll die Ausschreibung im Amtsblatt erscheinen. Einen Tag vorher lädt die Schwafelrunde ab 19 Uhr in der Scheune zu einer Bürgerversammlung ein. Bis 29. April läuft die Anmeldefrist für die BRN am dritten Juniwochenende. (SZ/sag)

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