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Dienstag, 14.11.2017

Stadt-Apotheke wieder am Netz

Kunden erreichen die Apotheke am Bischofswerdaer Markt seit Montag wieder unter der alten Telefonnummer. Wochenlang herrschte dort Funkstille.

Von Ingolf Reinsch

Stadt-Apotheker Rainer Klotsche kämpfte wochenlang für einen Telefonanschluss. Die SZ berichtete am 3. November darüber und setzte einiges in Bewegung.
Stadt-Apotheker Rainer Klotsche kämpfte wochenlang für einen Telefonanschluss. Die SZ berichtete am 3. November darüber und setzte einiges in Bewegung.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Die Zeitung vom 3. November war noch druckfrisch, als bei Rainer Klotsche, Inhaber der Stadt-Apotheke, sich das Telefon heiß klingelte. Allerdings nicht unter der bekannten Apotheken-Nummer. Die SZ hatte an diesem Tag über die wochenlange Odyssee des Apothekers berichtet, nach dem Wechsel des Telefonanbieters den Festnetzanschluss mit der bisherigen Nummer freigeschaltet zu bekommen. Die Telekom ließ ihn sprichwörtlich von Pontius zu Pilatus laufen. An jenem Freitag nun meldeten sich gleich zwei Servicecenter des Telekommunikationsunternehmens – eins aus Mecklenburg-Vorpommern und eins aus Augsburg –, entschuldigten sich und sicherten eine rasche Bearbeitung zu. Innerhalb einer Woche, hieß es, sollte die bisherige Apotheken-Nummer wieder verfügbar sein. Montag früh ging es nur mit der kostenfreien Vorwahl 0800. Nach dem Mittag machte die SZ noch einmal den Test – ohne Vorwahl. Es klappte! Zumindest aus dem Festnetz der Deutschen Telekom. Rund sechs Wochen mussten Rainer Klotsche und seine Kunden auf die bekannte Apotheken-Nummer verzichten. Nun ist sie wieder verfügbar. Endlich!

Normal ist es nicht, was hier gelaufen ist. Das räumt auch ein Sprecher der Telekom ein. „Der Fall unseres Kunden in der Stadt-Apotheke ist in der Tat auffällig“, heißt es dazu aus der Telekom-Pressestelle in Bonn. Leider habe man lange Zeit keinen Anschluss schalten können, weil es für die Räume keinen zuverlässigen Aufschaltpunkt gab. Solche Aufschaltpunkte müssen, sofern sie nicht existieren, vom Gebäudeeigentümer separat beauftragt werden, erläutert der Telekom-Sprecher. Das sei im Fall der Apotheke inzwischen erfolgt.

Rainer Klotsche widerspricht dieser Darstellung: Den Aufschaltpunkt gab es schon zuvor. In seinem Haus sei deswegen jetzt nichts installiert worden. Seine Vermutung: Die beiden Telekom-Mitarbeiter aus Bautzen, die vor zwei Wochen den Anschluss letztendlich freischalteten, seien etwas pfiffiger als die Kollegen gewesen, die zuvor da waren. In den vergangenen zwei Wochen hatte die Apotheke eine neue Telefonnummer. Um die alte Nummer zurückzuholen, ist jedoch nicht nur die Telekom gefragt. Auch der bisherige Dienstleister muss mitspielen. Im Normalfall dauert so etwas drei Wochen, sagt Rainer Klotsche unter Berufung auf die Telekom. Als Wiedergutmachung schaffte sie das in seinem Fall nun letztendlich in reichlich einer Woche. Außerdem wolle man ihm die Wechselgebühr erlassen.

Normalerweise erfolgt die Umsetzung solcher Anschlüsse schnell und unkompliziert, heißt es bei der Telekom. In älteren Gebäuden mit unzureichender Infrastruktur könne es, unabhängig von der Ortslage, aber immer wieder einmal vorkommen, dass es Probleme gibt.

Stadt-Apotheke: Telefon 03594 703127