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Donnerstag, 15.11.2012

Staatsanwalt klagt Chemiewerk-Chef an

Lichtenau. Nach der verheerenden Explosion mit lebensgefährlich Verletzten in der Chemiefirma Redesta im Lichtenauer Ortsteil Ottendorf vor über einem Jahr (Morgenpost berichtete) muss sich Betriebsleiter Andreas Rupp nun verantworten. Die Chemnitzer Staatsanwaltschaft wirft ihm Fahrlässigkeit vor.

Durch die Explosion am 16.August 2011 an einer Destillationsanlage wurden drei Arbeiter (55, 56, 57) lebensgefährlich verletzt. Gegen 10.45 Uhr waren sie mit Reinigungsarbeiten beschäftigt, als es zu Verpuffung und Stichflammen kam. Die Kollegen erlitten schwerste Verbrennungen, mussten teils reanimiert werden.

Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage gegen Betriebsleiter Rupp wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben - auch, weil er einen nicht zugelassenen Gabelstapler in einem explosionsgefährdeten Raum eingesetzt haben soll. Nachermittlungen laufen noch. Rupp: „Ich bin über die Ermittlungen gegen mich von meinem Rechtsanwalt in Kenntnis gesetzt worden. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.“ (ary/cka)