Freitag, 15.02.2013

Spur der Verwüstung nach Überfall auf Geldtransporter

Sechs Unbekannte haben in Köln versucht, zwei Geldtransporter zu überfallen. Beute gab es keine - dafür drei brennende Autos und einen geschockten Fahrer.

Ein Pferdetransporter rammt einen Kleinbus, der Wertsachen transportiert und stoppt ihn. Kurz darauf näherte sich aus der Gegenrichtung ein Geldtransporter, auf dessen Frontscheibe die Täter schossen.
Ein Pferdetransporter rammt einen Kleinbus, der Wertsachen transportiert und stoppt ihn. Kurz darauf näherte sich aus der Gegenrichtung ein Geldtransporter, auf dessen Frontscheibe die Täter schossen.

©dpa

Köln. - Bei einem spektakulären Überfall auf zwei Geldtransporter haben Unbekannte in Köln eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten, rammten die Täter am Morgen mit einem Pferdetransporter zunächst einen Kleinbus der Kölner Verkehrsbetriebe und stoppten ihn.

Der Wagen soll mit Geldkassetten beladen gewesen sein. Kurze Zeit später schossen sie dann auf die Frontscheibe eines weiteren Geldtransportes, der aus der Gegenrichtung kam. Der Beifahrer des ersten Wagens sei leicht verletzt worden, der Fahrer habe einen Schock erlitten, sagte ein Polizeisprecher.

Nachdem die Unbekannten den Pferdetransporter und einen bei der Tat benutzten Kombi angezündet hatten, flüchteten sie mit einem weiteren Fahrzeug. In einem Waldgebiet bei Bonn fanden Beamten kurze Zeit später ein brennendes Auto. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um jenen Fluchtwagen aus Köln handelt. Genaueres würden Untersuchungen zeigen, sagte der Polizeisprecher. Eine Tatortgruppe vom Landeskriminalamt sei ebenfalls hinzugerufen worden.

Zeugenvernehmungen ergaben am Nachmittag, dass an der Tat sechs Personen beteiligt waren. Fest stand nach den ersten Ermittlungen auch: Es handelte sich um keine erfolgreiche Tat. „Keiner der Täter drang in das Wageninnere der Transporter ein“, betonte der Sprecher. «Die Beute ist gleich null.» Zusammenhänge mit einer Serie ungeklärter Überfälle auf Geldtransporte in den vergangenen Jahren im Rheinland sehen die Beamten bisher nicht. Dabei waren die Täter mit einer Panzerfaust vorgegangen. (dpa)

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