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Montag, 08.10.2012

Spitze Dornen schützen die Waldschlößchenbrücke

Die neue Brücke wird besonders gesichert. Ihre Bögen sind so flach, dass sie leicht zu besteigen sind.

Von Peter Hilbert

Lange Stahldornen ragen an beiden Enden der Brückenbögen am Waldschlößchen empor. Sie stehen auf Platten, die gerade mit Elektroschweißgeräten auf dem Bogenstahl befestigt wurden.

Dabei handelt es sich um einen Übersteigschutz, erläutert Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz. Die spitzen Dornen sollen verhindern, dass Übermütige auf den Bögen in die luftige Höhe von 28 Metern über der Elbe klettern.

Die Krümmung der Stahlkonstruktion ist so flach, dass dies durchaus möglich wäre. Bei steiler ansteigenden Brückenbögen sind solche zusätzlichen Schutzvorrichtungen hingegen nicht erforderlich.

Nach und nach werden derzeit die letzten Teile an die Stahlkonstruktion montiert. Im Dezember 2010 war das Mittelteil auf Pontons in die Lücke über der Elbe geschwommen. Kürzlich schweißten Monteure noch acht Meter lange horizontale Stahlstreben unter den Bögen ein, die sogenannten Hänger. An denen ist die Brückenfahrbahn befestigt. Zuvor hing sie an provisorischen Stahlkonstruktionen, die mittlerweile abgebaut werden konnten.

Befestigt werden müssen noch Schilderbrücken zwischen den Bögen. An die kommen Ampeln und die Geschwindigkeitsanzeige. Schließlich darf in den Sommernächten zwischen April und Oktober nur mit Tempo 30 über die Brücke gefahren werden. Das ist eine gerichtliche Auflage zum Schutz von Fledermäusen.

Um die Begrenzung zu überwachen, werden neben den Bögen Blitzer aufgestellt. In diesem Monat wird zudem bereits damit begonnen, 1,20 Meter hohe Stahlgeländer neben den Fußwegen aufzubauen. Angefangen wird am Altstädter Brückenende über dem Käthe-Kollwitz-Ufer.