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Dienstag, 26.09.2017

Spielplätze werden aufgehübscht

In Naußlitz steht das Gerüst für die neue Schaukel schon. In Otzdorf soll der Bau 2018 starten. In Gleisberg heißt es: warten.

Von Tina Soltysiak

Auf dem Klettergerüst aus DDR-Zeiten sind schon viele Generationen rumgeturnt. Dank eines frischen Farbanstrichs sieht es wieder fast aus wie neu.
Auf dem Klettergerüst aus DDR-Zeiten sind schon viele Generationen rumgeturnt. Dank eines frischen Farbanstrichs sieht es wieder fast aus wie neu.

© Dietmar Thomas

Region Roßwein. Die Naußlitzer haben um den Erhalt ihres Spielplatzes gekämpft. Und das hat sich gelohnt. Bislang standen auf Gelände unweit der Wäschemangel einige Klettergerüste aus DDR-Zeit, Fußballtore, alte Beton-Sitzgelegenheiten, eine marode Freiluft-Kegelbahn und ein halb eingefallener Unterstand aus Holz. Die Geländer haben nun einen neuen Farbanstrich bekommen. Und künftig haben Kinder die Möglichkeit zum Schaukeln. „Der Beton musste erst aushärten, bevor die Schaukel komplettiert werden kann“, sagte kürzlich Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Die alten Betonsitze sind ebenso verschwunden wie die Kegelbahn. Stattdessen gibt es auf dem Gelände nun eine bessere Überdachung der Freisitzfläche. Es ist nicht der einzige Freizeitplatz, auf dem sich etwas tut.

Kein dauerhaftes Volleyballnetz

Weil die Spielgeräte erst Ende des Monats geliefert werden, ruhen die Arbeiten am Dorfplatz unweit des Sportplatzes und der Kindertagesstätte in Gleisberg. Das sagte Ortsvorsteher Bernd Handschack während der jüngsten Sitzung der Gleisberger Ortschaftsräte. Die Stellplätze sind angelegt, die Gehwege gepflastert. Was fehlt, ist ein Volleyballnetz. Das wird es künftig nicht als dauerhafte Lösung geben, sagte Handschack auf Nachfrage von Rätin Iris Köhler. „Aber es sind zwei Hülsen im Boden. In die können dann die Stangen gestellt und das Netz gespannt werden. Aber eben alles nach Bedarf“, ergänzte der 65-Jährige. Anke Weber ist froh, dass auf diese Art und Weise trotzdem die Möglichkeit für die Freizeitsportler gibt, ihrem Hobby nachzugehen. „Wir treffen uns einmal die Woche. Es sind verschiedene Generationen, vom Heimatverein und auch vom Jugendclub“, erzählte sie.

120 000 Euro kostet die Um- und Neugestaltung des Areals am Stadion. Die Arbeiten ausgeführt haben in den vergangenen Wochen die Mitarbeiter der Firma Straßenbau Kunze aus Grimma. 75 Prozent der Kosten bekommt die Stadt Roßwein über das Programm „Vitale Dorfkerne und Ortsteilzentren im ländlichen Raum“ erstattet. Der Eigenanteil der Kommune liegt demzufolge bei rund 30 000 Euro.

Die örtlichen Vereine wollen sich darum kümmern, dass der Platz sauber bleibt und dort beispielsweise Rasen gemäht wird. „Allerdings ist fraglich, wer das wann leisten soll. Die Vereine haben selber mit ihren Anlagen zu tun. Aber ich hoffe, das wird sich alles einspielen“, so Anke Weber.

Mehr Aufwand für den Bauhof

Die Kommune hat in diesem Jahr viel Geld in die Instandsetzung beziehungsweise Neugestaltung von Spielplätzen investiert. Doch mit jedem neu geschaffenen Stück Grünfläche steigt der Aufwand für die Mitarbeiter des Roßweiner Bauhofes. Denn er ist prinzipiell für die Pflegearbeiten im Stadt- und Gemeindegebiet zuständig. Allerdings, so Lindner, gehören zu einer familienfreundlichen Stadt ordentliche Spielplätze. Deshalb rücken nächstes Jahr auch in Otzdorf die Bagger an, um auf der Fläche am ehemaligen Rittergut Geräte aufzustellen (DA berichtete). Und manchmal hat die Kommune auch Glück und es entsteht wie am Sonnenhof in Ossig ein Spielplatz, für den sie keinen Cent dazuzahlen muss. „Er ist richtig toll geworden – vielleicht einer der schönsten Spielplätze überhaupt in unserer Region“, meint das Stadtoberhaupt. (mit DA/sig)