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Mittwoch, 13.11.2013

So soll das DVB-Hochhaus bald aussehen

Der Investor hat am Mittwoch die Pläne für die Fassadengestaltung des Gebäudes am Albertplatz vorgestellt - doch noch sind nicht alle Hürden aus dem Weg geräumt.

So soll das DVB-Hochhaus mit dem Anbau 2015 aussehen.
So soll das DVB-Hochhaus mit dem Anbau 2015 aussehen.

© Simmel/archlab.de

Dresden. Es knirscht beim Aufstieg in die neunte Etage. Glas von zerbrochenen Fenstern liegt in jedem Raum, auf jeder Stufe. „Das Haus ist seit 1996 verlassen, demzufolge Vorsicht in der Ruine“, sagt Peter Simmel am Mittwoch beim Vorort-Termin. In den kommenden Wochen werden die ersten Arbeiten auf dem Gelände beginnen, verkündet der Lebensmittelhändler aus Oberbayern. 2015 soll der Markt fertig sein und das Hochhaus in neuem Glanz erstrahlen.

Das DVB-Hochhaus vor der Sanierung

Doch momentan hat Simmel nur eine Teilbaugenehmigung. Probleme bereiten dem Investor die aktuellen Bauarbeiten auf der Königsbrücker Straße sowie Grundwasserprobleme und Schwierigkeiten mit der Verankerung des Hochhauses. Erst wenn die gelöst sind, gibt es die komplette Baugenehmigung.

Vor allem die Fassade des Bauwerks stellte das Unternehmen vor eine große Herausforderung. Der Favorit - begrünte Wände - wurde aus ästhetischen Gründen abgelehnt. Nun soll die von dem Dresdner Architekturbüro Hänel Furkert Architekten geplante Fassade durch kubische Baukörper mit einer mineralischen Oberfläche und Zwischenbauten mit Glasfassaden geprägt werden. „Die Kuben orientieren sich an den umgebenden historischen Villen und den Würfelhäusern der 90er Jahre“, sagt Michael Feindura, Sprecher des Unternehmens.

Das Hochhaus wird nach der Sanierung entsprechend denkmalpflegerischer Gutachten eine helle Putzoberfläche erhalten. Ein Feinkostladen und eine Bäckerei haben sich bereits als Mieter angekündigt. In den Neubau ziehen neben der Edeka-Filiale im Erdgeschoss ein Elektromarkt, eine Drogerie, ein Discounter und diverse Dienstleister ein. (szo)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 14 Kommentare

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  1. Lars Michel

    Ich finde den vorgestellten Plan zu klein geraten. Das ist eigentlich Verschwendung teuren Baubodens,wenn da nur drei Etagen-Kubus-Häuser links und rechts vom Hochhaus entstehen würden. Das Hochhaus ist Umbauungsplanvorgebend und bedeute,links und rechts müßte die Bebauung ebenfalls so hoch werden wie das Hochhaus selbst. Würde hier bedeuten einen Komplex aus 9 oder 10 Etagen und eigentlich könnte es auch noch höher gehen. Jedenfalls passen auf die vorgestellten Pläne noch mindestens 7 oder 8 Etagen drauf für reine Wohnzwecke. Auch die Lück zwischen Hansa-Hotel und Hochhaus könnte auf diese Weise geschlossen werden als durchgehende Wohnzeile zwischen Schlesischer Platz und Albertplatz. Alles andere wäre Verschwendung von Bauboden. Die Neustadt braucht neue und preiswerte Wohnungen und Dresden auch. Hier wäre das optimal möglich "einige" zu errichten als Wohnkomplex auf den Marktbauten.

  2. Anna Catarina Mueller

    Naja, "die Kuben orientieren sich an den umgebenden historischen Villen" ist m. E. eine sehr weit hergeholte Behauptung! Dies kann höchstens für die Außenmaße gelten, ansonsten sind Materialwahl, asymmetrisch angeordnete oder nicht vorhandene Fenster und Türen und die starke "Riffelung" der Bauten kaum der Gründerzeit ähnlich noch deren freie Interpretation oder Neuauflage. Und die "Zwischenbauten"? Quadratisch, praktisch, aber nicht gut, da ohne jegliche "Sprache", ohne "Geist". Es muss definitiv nicht pseudohistorisch sein, aber die Moderne hat ganz sicher schon Besseres hervor gebracht!

  3. Lars Michel

    Und alles aus Glas bitte.Also komplett Glasfassaden. Sozusagen der erste Glasvorläuferbau für die nachfolgend noch kommende komplette Innenstadtarchitektur aus 100 % Glasfassaden. Würde doch auch schön aussehen beim "neuen" Pirnaischen Platz,egal ob als Shoppingscenter oder urbaner neuer Platz in der dann hypermodernen City,wo dann wahrscheinlich Hochbahnstrassenbahnen als Transrapid ausgestattet über den Pirnaischen Platz "schweben". Das könnte dann auch logischerweise am Albertplatz der Falls sein bis Klotzsche rauf und andere Seite von Dresden. Amerika und China ist modern,Dresden und Sachsen muß noch moderner werden. Man kann dann eines Tages sagen,Meissen hat seine Porzellanmanufaktur und Dresden dafür seine gläserne moderne Innenstadt !

  4. Patrick

    Das Hochhaus ist meiner Meinung nach nicht Umbauungsplanvorgebend (ich bezweifle, dass es dieses Wort überhaupt gibt), sondern denkmalgeschützt. Gegenstand des Denkmalschutzes ist gemäß § 2 Abs. 3 Nr. 1 SächsDSchG auch die Umgebung eines Kulturdenkmals, soweit sie für dessen Bestand oder Erscheinungsbild von erheblicher Bedeutung ist. Ohne entsprechende Fachkenntnisse vorweisen zu können (hab es nur mal gegoogelt aus Interesse), bin ich mir ziemlich sicher, dass Gebäude von gleicher Höhe das Erscheinungsbild des Hochhauses wesentlich beeinflussen werden. Unabhängig davon, finde ich persönlich die Vorstellung dort weitere Hochhäuser hinzusetzen grässlich. Ob an diesem Platz noch zusätzlich jemand wohnen möchte, bezweifle ich auch stark, da gerade in höheren Etagen die Lärmbelastung als noch höher empfunden wird. Ich finde die Visualisierung ganz gelungen, recht schlicht, aber okay.

  5. Renée

    Lieber Lars, es gibt nicht nur Blockrandbebauung im Städtebaulichen Kontext. Und auch wenn es vielleicht ein teurer Bauboden ist, heisst das ja wohl kaum das man da unbedingt ne mega Zeile drauss machen muss. Noch dazu wie soll denn das gehen billige Wohnung in einem teueren Neubau zu schaffen, für mich undenkbar in einer solchen clichéhaften Investorenarchitektur. Dass das ganze Gebilde nicht weit entwert ist von den anderen schrecklichen Neubauten in der Neustadt wundert glaube ich niemand mehr. Da sitzt wahrscheinlich so der ein oder andere Schwachkopf im Dresdener Rat der das einfache Geld attraktiver findet, als die architektonischen Aussagen, die Atmosphäre des Viertels oder die Lebensqualitäten einer Gemeinde.

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