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Mittwoch, 27.01.2016

So leben die Tiger am Wiener Platz

Die drei weißen Sarrasani-Tiger sind ins Zentrum gezogen und haben sich offenbar gut eingelebt - auch wenn sie unseren Kameramann anfauchen.

Es sind die ersten Bilder vom neuen Zuhause der Sarrasani-Tiger am Wiener Platz. Neugierig schauen Kijana und Ambra durch den Maschendrahtzaun. Die Raubkatzen haben hier, unmittelbar neben dem Hauptbahnhof, ein größeres Gehege.
Es sind die ersten Bilder vom neuen Zuhause der Sarrasani-Tiger am Wiener Platz. Neugierig schauen Kijana und Ambra durch den Maschendrahtzaun. Die Raubkatzen haben hier, unmittelbar neben dem Hauptbahnhof, ein größeres Gehege.

© Sven Ellger

Auch Raubkatzen bekommen Katzenfutter. Schnurrend schleckt Kaya die Fischpastete von André Sarrasanis Fingern. „Langsam, langsam, sit down“, beruhigt der Circus-Direktor die Königstiger-Dame mit erhobenem Zeigefinger. Ein Snack für zwischendurch, denn zum Sattwerden braucht die Großkatze deutlich mehr Futter. Acht Kilogramm rohes Rindfleisch warten im Kühlschrank schon auf sie.

Kaya und ihre beiden Mitbewohnerinnen Ambra und Kijana haben sich eingelebt in ihrem neuen Zuhause am Wiener Platz. Neben dem Zirkuszelt ist vor zwei Wochen ein 320 Quadratmeter großes Außengehege mit Felsparcours, Birken und Baumstämmen entstanden. Das alte Domizil am Straßburger Platz war nicht einmal halb so groß. „Alles ist neu, heller und geräumiger“, sagt Sarrasani, der seine Tiger nun dort hat, wo sie abends auftreten. Der Innenstadt-Trubel sei kein Problem. Das Zelt schluckt viel Lärm. Und am Straßburger Platz sind nur wenige Meter neben dem Tiger-Domizil die Straßenbahnen durch die Gleiskurven gequietscht.

Tiger in neuem Gehege

Angst vor Einbrechern oder militanten Tierschützern hat Sarrasani nicht. Nachts schlafen die Tiere im Innengehege, das mit einer Stroh-Kuschelecke ausgestattet ist. Außerdem patrouilliere ein Wachdienst.

Bis zum 14. Februar, Kayas Geburtstag, werden die drei Tiger noch am Hauptbahnhof wohnen – mit Blick auf die Prager Spitze und das Hotel Pullmann. Anschließend ziehen sie ins Sommerquartier an den Stadtrand. André Sarrasani hofft, seine Varieté-Show ab November wieder auf dem Wiener Platz zeigen zu dürfen. „Es sieht gut aus“, sagt er. Noch werde aber mit der Stadt und der Bahn verhandelt, der ein Teil des Grundstücks gehört.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 13 Kommentare

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  1. Querkopf

    Und das ist jetzt artgerechte Haltung? Wo bleibt der Proteststurm von BUND und PETA?

  2. diplomats

    Tiere gehören nicht in den Zirkus!

  3. ICH

    diplomats , ohne Tiere wären Zirkusse nicht überlebensfähig . Größtenteils gehen Kinder in den Zirkus . Würden dort nur Trapeznummern vorgeführt , wäre der Zirkus höchstens halbvoll .

  4. fk

    @ICH achso, das wusste ich natürlich nicht. das rechtfertigt selbstverständlich eine solche behandlung von wildtieren. menschen sollen immer das recht haben, sich auf kosten von tieren zu amüsieren. danke dafür...

  5. BesterOssi

    Monaco zeigts, wie es geht, auch ohne Tiere! Ich stimme diplomats und Querkopf zu.

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