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Freitag, 15.03.2013

So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben

Mit zunehmendem Alter lässt die körperliche Leistungsfähigkeit oft spürbar nach. Treppen werden zu einem beinahe unüberwindlichen Hindernis, der Einstieg in die Wanne gelingt nicht mehr ohne Hilfe, und auch beim Spazierengehen werden schon nach kurzer Zeit die Beine schwach. Wer wegen seines Alters oder auch durch eine Erkrankung nicht mehr so leistungsfähig ist wie früher, muss allerdings keineswegs gleich seine Wohnung aufgeben und in ein Heim ziehen.

Es gibt zahlreiche Produkte für Medizin und Pflege, die das Leben in den eigenen vier Wänden trotz körperlicher Gebrechen ermöglichen. Vor die Wahl gestellt, ob sie in ein Pflegeheim umziehen oder in ihrem gewohnten Umfeld bleiben möchten, entscheidet sich die große Mehrheit der Senioren für die eigene Wohnung. Viele Vermieter und Bauträger tragen den veränderten Anforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft Rechnung und bieten verstärkt barrierefreie Wohnungen an. Sie zeichnen sich durch besonders breite Türen und viel Platz im Bad aus, so dass man sich auch mit einem Rollstuhl problemlos bewegen kann. Zudem gibt es in der Regel einen Aufzug, der Treppensteigen überflüssig macht.

70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut

Wenn eine besonders intensive Pflege erforderlich ist, gibt es zum Umzug in ein Heim häufig keine Alternative. Dieser Schritt kann jedoch durch Produkte und Dienstleistungen aus dem Medical Homecare-Bereich zumindest hinaus gezögert werden. So kommt es, dass weniger als ein Drittel der rund 2,5 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland in einem Heim lebt. 70 Prozent der Betroffenen werden hingegen zu Hause gepflegt. Diese anspruchsvolle Aufgabe übernehmen in vielen Fällen keine professionellen Kräfte, sondern Angehörige ohne spezielle Ausbildung. In Zukunft könnte sich dieser Trend eher noch verstärken. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, während qualifiziertes Personal händeringend gesucht wird und auch die finanziellen Mittel für die Pflege wohl auf Dauer nicht ausreichen.

Hilfsmittel erleichtern das Leben

Im Handel sind viele Produkte für Medizin und Pflege zu haben, die älteren und kranken Menschen das Leben spürbar erleichtern. Manchmal handelt es sich um ganz einfache Pflegehilfsmittel wie hygienische Bettunterlagen, Auflagen gegen wunde Punkte auf der Haut oder einen Inkontinenzschutz. Auch Rollatoren kosten nur wenig Geld, können Senioren aber endlich wieder ein sicheres Gefühl beim Gang durch die Wohnung vermitteln. In vielen Fällen sind auch aufwändigere Um- und Einbau sinnvoll: Treppenlifte oder Badewannenlifte sind hier Beispiele für Homecare-Produkte, die sofort deutlich mehr Lebensqualität bringen. Zumindest teilweise werden die Anschaffungen durch die Pflegeversicherung bezahlt. So bleiben die finanziellen Belastungen im Rahmen, und pflegebedürftige Senioren können noch einige schöne Jahre ohne allzu große Einschränkungen in ihrer gewohnten Umgebung und verbringen.