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Freitag, 22.01.2016

Singapurs Panzer üben 2016 in der Oberlausitz

Deutschlands östlichster Truppenübungsplatz ist dieses Jahr fast ausgebucht. Dafür sorgen neben Neulingen auch alte Bekannte.

Von Tilo Berger

Auch die Armee von Singapur fährt Leopard.
Auch die Armee von Singapur fährt Leopard.

© Symbolfoto: dpa

Weißkeißel. Premiere auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz: In diesem Jahr üben hier zum ersten Mal die Panzertruppen von Singapur. Im Frühjahr und im Herbst werden etwa 500 bis 600 Soldaten aus dem asiatischen Stadtstaat jeweils für rund zehn Wochen auf Deutschlands östlichstem Truppenübungsplatz Manöver abhalten. Bis 2020 kommen Singapurs Panzer zweimal jährlich in die Oberlausitz. Das sieht ein Vertrag vor, den die Bundeswehr mit den Streitkräften der Singapore Armed Forces geschlossen hat. Der Kommandant des Truppenübungsplatzes, Major René Pierschel, erwartet in Kürze einen Verbindungsoffizier aus Singapur, um Einzelheiten zu besprechen.

„Für uns ist das eine neue Herausforderung“, sagte Pierschel gegenüber der SZ. Das Personal des Truppenübungsplatzes bereitet sich in Englisch-Kursen auf den Truppenbesuch aus Fernost vor. Die Kommunikation wird komplett in Englisch stattfinden.

Im Heer des Stadtstaates dienen etwa 50.000 Soldaten, zusätzlich gibt es eine Reserve von rund 170.000 Mann. In Singapur besteht eine 24-monatige Wehrpflicht. Zur Ausrüstung der Truppe gehören unter anderem deutsche Leopard-Panzer.

Der Truppenübungsplatz Oberlausitz ist für das gesamte Jahr nahezu ausgebucht, erklärte Pierschel. Außer der Bundeswehr und den Panzertruppen aus Singapur werden in der Oberlausitz auch wieder die Armeen aus den Niederlanden und aus Frankreich üben. „Sie sind für uns fast schon alte Bekannte“, sagte der Kommandant. Allein aus den Niederlanden kommen rund 800 Soldaten in die Oberlausitz.