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Dienstag, 14.11.2017

Sieben Zutaten für den Wenzelsmarkt

Die Tanne steht schon auf dem Bautzener Hauptmarkt, die Buden werden bald aufgebaut. Die SZ verrät Höhepunkte und Geheimtipps.

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König Wenzel IV. ist der Mann, dem Bautzen seinen Markt und inzwischen auch seinen Namen verdankt. Traditionell eröffnet er den Wenzelsmarkt.
König Wenzel IV. ist der Mann, dem Bautzen seinen Markt und inzwischen auch seinen Namen verdankt. Traditionell eröffnet er den Wenzelsmarkt.

© Archivfoto: Robert Michalk

  • König Wenzel IV. ist der Mann, dem Bautzen seinen Markt und inzwischen auch seinen Namen verdankt. Traditionell eröffnet er den Wenzelsmarkt.
    König Wenzel IV. ist der Mann, dem Bautzen seinen Markt und inzwischen auch seinen Namen verdankt. Traditionell eröffnet er den Wenzelsmarkt.
  • Zwölf Meter hoch ist die Tanne aus Hochkirch, die seit Montag auf dem Hauptmarkt steht.
    Zwölf Meter hoch ist die Tanne aus Hochkirch, die seit Montag auf dem Hauptmarkt steht.
  • Tasse im neuen Design: In weiß, blau und gold wurde der Glühweinbecher in diesem Jahr gestaltet.
    Tasse im neuen Design: In weiß, blau und gold wurde der Glühweinbecher in diesem Jahr gestaltet.

Mehr als 90 Händler und Gastronomen bieten ihre Ware an.

Bude reiht sich an Bude, Verkaufsstand an Verkaufsstand. Auch in diesem Jahr sind der Hauptmarkt, die Reichenstraße und der Kornmarkt gut gefüllt. Die Besucher treffen auf viele alte Bekannte – wie den Imker Hans-Jürgen Diener, der seit zwanzig Jahren auf dem Bautzener Weihnachtsmarkt selbst geernteten Honig und sein Wenzelsmarkt-Met anbietet. Es gibt aber noch viel mehr zu entdecken. Das Angebot reicht von kleinen Geschenken aus Keramik, über Haushaltswaren bis hin zu hangefertigten Hausschuhen.

Ein Programm mit viel Musik, Gesang erwartet die Besucher.

Ein Jahr lang hat das Kulturbüro am Programm getüftelt. Nun stehen die Termine fest. Bläserkonzerte und stimmungsvolle Chormusik werden auf dem Wenzelsmarkt erklingen. Junge Musiker des Steinhauses treten mit internationalen Weihnachtsliedern auf und auch der so beliebte Mädchenkammerchor der Kreismusikschule ist wieder mit dabei. Auf dem Hauptmarkt tritt die Schlagersängerin Katrin auf und bei der Après-Ski-Party am Reichenturm sorgen jeden Freitagabend verschiedene DJs für gute Stimmung.

Auf den Streichelzoo und die Karussells freuen sich die Kinder.

Vor allem auf dem Hauptmarkt und auf dem Kornmarkt kommen die kleinen Besucher in diesem Jahr auf ihre Kosten. Denn dort drehen sich die Karussells. Außerdem warten Ziegen und Alpakas auf Streicheleinheiten. Für Kinder veranstaltet die Stadtverwaltung zudem einen Malwettbewerb. Das Thema lautet in diesem Jahr „Der Held meines Lieblingsbuches ist in Bautzen zu Gast“. Die Bilder müssen unter Angabe des Alters, des Namens und der Anschrift bis 13. Dezember im Kulturbüro der Stadt eingegangen sein.

Wenzels beste Leckerbissen sucht die Stadt in diesem Jahr bei einem Wettbewerb.

Ausgefallene Köstlichkeiten gehören zum Weihnachtsmarkt mit dazu. Doch in diesem Jahr wird es besonders kreative Speisen geben. Die Stadt hat die Gastronomen aufgefordert, eigens für den Markt eine Spezialität zu kreieren. Ein kleiner Vorgeschmack: Es werden Bratapfel-Zimt-Bratwurst und Baumstriezel mit Glühwein-Geschmack verkauft. Eine Jury bestehend aus Bautzener Gastronomen, Journalisten und Marktbesuchern wird die Leckerbissen bewerten. Den Sieger des Wettbewerbes kürt die Stadt am Sonntag, dem 17. Dezember auf der Bühne am Hauptmarkt.

Mehr als100 000 Besucher werden in diesem Jahr über den Wenzelsmarkt schlendern, sagen die Veranstalter.

Der Wenzelsmarkt ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands und bei den Besuchern äußerst beliebt. Im vergangenen Jahr lockte das Spektakel 165 000 Gäste an, darunter auch viele Besucher aus den Nachbarländern Polen und Tschechien. Da ist es kaum verwunderlich, dass die Veranstalter auch in diesem Jahr auf mehr als 100 000 Besucher hoffen. Wer mit dem Auto anreist, dem rät die Stadt, auf dem Touristenparkplatz, auf dem Schützenplatz, auf dem Parkplatz an der Töpferstraße oder in einem der vier Parkhäuser der Stadt nach einem Stellplatz zu suchen.

Die neue Glühweintasse trägt die Farben weiß, blau und gold.

Der Pappbecher hat schon lange ausgedient. Seit 1997 gibt es auf dem Wenzelsmarkt besondere Glühweintassen. Jedes Jahr sehen die Becher ein bisschen anders aus. Diesmal dominiert die Farbe weiß. Das neue Design erinnert an die allererste Tasse. Denn genau vor zwanzig Jahre servierten die Gastronomen den Glühwein in weißen Bechern. Natürlich ist auch König Wenzel IV., der Namensgeber des Weihnachtsmarktes auf der Tasse zu sehen. Das Pfand beträgt zwei Euro.

Bis zum 23. Dezember bleibt der Weihnachtsmarkt geöffnet.

Das gab es lange nicht mehr: Bis kurz vor dem Weihnachtsfest können Besucher in Bautzen noch Glühwein trinken und über den Wenzelsmarkt schlendert. Wurden die Buden im vergangenen Jahr schon am 18. Dezember abgebaut, bleiben sie diesmal bis zum 23. Dezember stehen. „Normalerweise hat der Markt bis zum Vierten Advent geöffnet“, sagt Andreas Hennig vom Kulturamt der Stadt Bautzen. Weil aber der Vierte Advent in diesem Jahr auf den 24. Dezember fällt, besagt eine Satzung, dass der Weihnachtsmarkt am Sonnabend davor noch geöffnet haben soll. (SZ/mho)

Das komplette Programm und weitere Veranstaltungstipps gibt es im Internet.