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Samstag, 09.02.2013

Serbiens Regierungschef wegen Mafiakontakten unter Druck

Ivica Dacic hatte Kontakte zu Mafiakreisen eingeräumt. Jetzt gerät Serbien Regierungschef unter schweren medialen und öffentlichen Druck.

Belgrad. Der serbische Regierungschef Ivica Dacic gerät immer weiter unter Druck, nachdem er Kontakte zur Mafia eingeräumt hatte. „Alle Untersuchungen führen zu Dacic!“, titelte die Boulevardzeitung „Alo“ am Samstag in Belgrad. Die Zeitung „Informer“ verlangte, Dacic zur Rechenschaft zu ziehen. Die Zeitung „Kurir“ berichtete von ähnlichen Kontakten des früheren Umweltministers und eines führenden Oppositionspolitikers.

„Mit Dacic gibt es keinen Kampf gegen die Korruption“, zitierte „Alo“ eine nicht genannte Quelle aus dem polizeilichen Untersuchungsteam. „Die große Mehrzahl der zweifelhaften Privatisierungen führt über seine Leute zu ihm“, schrieb das Blatt. Entweder sollten die Journalisten verhaftet werden, die in den letzten Wochen immer neue Beweise gegen Dacic und führende Staatsbeamte geliefert hatten oder der Regierungschef müsse sich verantworten, kommentierte „Informer“: „Es muss etwas sehr Konkretes geschehen, und das sobald wie möglich“. (dpa)

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