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September: Was Nieskyer über ihre Stadt denken

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Sogar Wohnblöcke sind schön gestaltet

Fast mein ganzes Leben wohne ich in Niesky. Mit vier Jahren bin ich aus Görlitz hergezogen, weil meine Mutter hier eine neue Arbeit fand. Deshalb waren Kindergarten und Schule alles für mich in Niesky. Wir waren auch eine gute Klasse – 1985 war ohnehin ein guter Jahrgang. Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit. Hier konnte ich schon im letzten Kindergartenjahr allein nach Hause gehen. In Niesky war das früher möglich. Heute nicht mehr, aber das war eine andere Zeit. Niesky hat genau die richtige Größe für mich. Es gibt genug Supermärkte und alles, was man braucht in geringer Entfernung. Und trotzdem hat die Stadt Dorfcharakter. Grob über den Daumen gepeilt kenne ich auch die halbe Stadt. In Dresden war ich zur Ausbildung. Das hatte auch etwas für sich, aber hier fühle ich mich wohler.
Mir gefällt, dass Niesky optisch eine schöne Stadt ist. Es gibt wenig verfallene Häuser und einen hohen Anteil an Eigenheimen. Die Großvermieter geben sich Mühe, sogar die Blöcke schön zu gestalten. Ich finde schade – und das war schon zu meiner Zeit so – dass Niesky für die Jugend außer Sport nichts zu bieten hat. Sportvereine gibt es wie Sand am Meer, und das ist auch schön. Aber früher gab es wenigstens noch einen Bastelclub. Immerhin konnte ich bei der Motorsportgemeinschaft mein Hobby aus der Kindheit intensivieren. Jedenfalls wohne ich gerne hier und das wird auch in absehbarer Zeit so bleiben.

Martin Urban (32) lebt mit seiner Familie in Niesky und arbeitet bei der Enso als Anlagenmonteur.

© André Schulze

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Link zur Bildergalerie: http://www.sz-online.de/nachrichten/september-was-nieskyer-ueber-ihre-stadt-denken-g19518.html

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