erweiterte Suche
Donnerstag, 16.07.2009

Schweizer Filmteam macht in Miltitz Aufnahmen für den „Freischütz“

Über 20 Einwohner wirken als Statisten mit. Gedreht wird im August im Kastanienhain undauf dem Friedhof .

Von Dieter Hanke

Miltitz - Das schweizerische Unternehmen Syquali Multimedia AG aus Zürich dreht vom 8. bis 15. August in Miltitz. Für den Film „Hunter’s Bride“/ „Der Freischütz“ werden Aufnahmen in der Kirche, auf dem Friedhof und im berühmten Esskastanienhain gemacht, der bereits um 1100 vom Meißner Bischof Benno angelegt wurde.

Über 20 Einwohner von Miltitz, Taubenheim, Krögis, Piskowitz und Weitzschen werden als Statisten mitwirken. Das Drehbuch für den Film beruht auf Libretto und Musik der romantischen Oper „Der Freischütz von Carl Maria von Weber und Friedrich Kind sowie den Dresdner Tagebüchern von E.T.A. Hoffmann. „Die Geschichte wird erzählt in der Bilderwelt Dresdner Romantiker und vor dem Panorama der napoleonischen Feldzüge in und um Dresden 1813“, so die Filmgesellschaft. Der bekannte norwegische Kameramann Harald Gunnar Paalgard wird auch an anderen Originalschauplätzen drehen, so in der Sächsischen Schweiz im Uttewalder Grund und auf der Bastei sowie an der Frauenkirche und auf dem Neumarkt in Dresden.

„Wir Statisten stellen in Miltitz eine Bauerngesellschaft dar“, sagt der 65-jährige Peter Haußig aus Weitzschen. In Trachten aus jener Zeit führen sie einen Bauerntanz auf. Kinder der Tanzgruppe der Krögiser Schule zeigen einen Ringeltanz. „Wir freuen uns, dass Miltitz für diesen Film ausgewählt wurde“, sagt Triebischtals Bürgermeister Dieter Schneider. Die Gemeinde wird an den Drehtagen für Strom, Wasser und andere Dinge sorgen.

Kostüm-Fundus im Saal

Auch die Evang.-luth. Kirchgemeinde Miltitz-Heynitz unterstützt engagiert das Projekt. So wird zum Beispiel im Ludwig-Richter-Saal der Kostümfundus sein. Am 10. Juni wurden von der Gesellschaft schon mal die Statisten-Kostüme vermessen. Ulli Glöckner, Vorsitzender des Kirchenvorstandes: „Es ist eine Ehre, dass im Film unsere 1741 errichtete Kirche zu sehen sein wird.“

Bereits im Oktober 2008 hatte es in Miltitz Probeaufnahmen in Cinemascope-Format gegeben. Der Ort wurde daraufhin für den Film ausgewählt.