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Mittwoch, 04.10.2017

Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung

Eine neue Koordinatorin hilft Familien in Asylunterkünften bei Problemen.

Uta Sandhop vor der Unterkunft Prinz Eugen.
Uta Sandhop vor der Unterkunft Prinz Eugen.

© Sven Ellger

Sie hilft Frauen, die von ihren Männern geschlagen werden, und berät Eltern, die manchmal mit ihren Kindern überfordert sind. Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Dresden gibt es jetzt mit Uta Sandhop eine Gewaltschutzkoordinatorin, die im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Uta Sandhop war seit 2016 als Flüchtlingssozialarbeiterin bei den Johannitern in einer Gemeinschaftsunterkunft tätig. „Ich denke, dass ich diese Erfahrungen jetzt einbringen kann.“

Die Bundesinitiative fördert in diesem Jahr bis zu 100 Koordinatorenstellen in Deutschland. Zu den Aufgaben der Koordinatorin zählen die Entwicklung und Umsetzung eines Schutzkonzeptes in Zusammenarbeit mit der Unterkunftsleitung. Außerdem will sie spezielle Räume für die Kinder zum Spielen und für die Frauen zum Rückzug einrichten. Die 44-Jährige ist Ansprechpartnerin für Jugend-, Sozial- und Arbeitsämter und für Beratungsstellen und Frauenhäuser. Uta Sandhop wird als Gewaltschutzkoordinatorin die Bewohner der Unterkunft Prinz Eugen in Laubegast über ihre Rechte, Hilfs- und Unterstützungsangebote informieren. Dort leben derzeit rund 80 Bewohner. Die meisten sind Familien aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien. Sie will für die Bewohner gute Bedingungen schaffen, vermittelt Spielenachmittage mit Ehrenamtlern und Sprachkurse für die Erwachsenen. (SZ/jv)