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Schulverein braucht Klicks im Internet

Wer fünf Minuten Zeit erübrigt, kann helfen und seine Stimme abgeben. Kommen genügend zusammen, winken 1 000 Euro.

30.09.2017
Von Heike Heisig

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© Symbolfoto: dpa

Leisnig. Die Mitglieder des Schulvereins Peter Apian mobilisieren derzeit alle Kräfte im Freundes- und Bekanntenkreis. Stimmen werden benötigt. Und zwar haben sich die im Schulverein engagierten Eltern, Lehrer und Schüler für die Aktion „Du und dein Verein“ angemeldet. Die läuft bei der Direktbank ING-Diba, die damit schon seit 2011 das Ehrenamt und gemeinnützige Vereinsarbeit fördert. Inzwischen ist das Konto des Leisniger Schulvereins freigeschaltet. Bis zum 7. November, 12 Uhr, können Stimmen gesammelt werden. Darum werben Hunderte Vereine aus ganz Deutschland – von Sportlern und Tierschützern über Tänzern und Motorradfreunden bis hin zu Selbsthilfegruppen und engagierten Eltern.

„Wir sind für jede Stimme dankbar“, sagt Ulrike Hünerfauth, die Vorsitzende des Vereins. Sie ruft auch Sympathisanten auf, die im Moment gerade wenig mit Schule zu tun haben, den Schulverein zu unterstützen. Schließlich winken 1 000 Euro – allerdings nur für diejenigen, die genügend Stimmen verbuchen können. Der Wettbewerb läuft auf fünf Wertungslisten. Wo wer teilnehmen kann, entscheidet die Mitgliederzahl. Die Leisniger sind auf Liste zwei dabei, auf der die Teilnehmer zwischen 26 und 75 Mitglieder zählen.

Das Abstimmen geht schnell. Wer auf der Internetseite unter „Verein suchen“ den Schulverein Peter Apian gefunden hat, kann eine Zahlenkombination anfordern. Die wird binnen Sekunden aufs Handy geliefert. Wer die Zahlen dann ins vorgeschriebene Feld eingibt, und auf den Button „abstimmen“ drückt, der bringt den Schulverein nach vorn.

Sollten die Leisniger eine Spende über 1 000 Euro gewinnen, dann wollen sie das Geld für das Projekt Roberta (DA berichtete) einsetzen. Das soll an der Oberschule in Leisnig etabliert werden. Roberta ist eine Gemeinschaftsinitiative des Fraunhofer Institutes und Lego. Ziel ist es, Jugendliche ans Programmieren heranzuführen. Informatiklehrer Michael Willig hat sich eigens für Roberta in den Sommerferien qualifiziert. Er möchte die entsprechenden Bausteine – das Grundset kostet rund 500 Euro – irgendwann einmal sowohl im Unterricht als auch zur Begabtenförderung einsetzen.

Dafür bedarf es allerdings einer entsprechenden Ausstattung der Schule. Willig ist sich sicher, dass Programmierkenntnisse im Alltag eine immer größere Rolle spielen und indes schon bei einer Vielzahl von Ausbildungsberufen eine Rolle spielen. Über Roberta hofft er, leichter als bisher Mädchen fürs Technische begeistern zu können. Nach seinen Erfahrungen brauchen Mädchen zwar länger, um Lösungen anzubieten, dafür sind diese nicht selten cleverer als die der Jungs.

www.ing-diba.de/verein