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Schmiedeberg Sonntag, 23.12.2012

Schmiedeberg bleibt ohne Bürgermeister

Volkmar Kaupert wird zum Jahreswechsel in den Ruhestand versetzt. Eigentlich wäre nun eine Neuwahl fällig.

Von Franz Herz

Das Landratsamt hat der Gemeinde Schmiedeberg mitgeteilt, dass Bürgermeister Volkmar Kaupert (CDU) in den Ruhestand versetzt wird. Er ist seit August 2011 krankgeschrieben und eine Rückkehr ins Amt ist nicht abzusehen. Daher fiel diese Entscheidung.

Streng nach dem Gesetz müsste die Gemeinde jetzt eine Neuwahl bis März 2013 vorbereiten. Doch das würde bedeuten, dass Schmiedeberg für weitere sieben Jahre einen hauptamtlichen Bürgermeister hätte – und bezahlen müsste. Das will die Gemeinde nicht.

Ein Auge zugedrückt

Deswegen hat sie beschlossen, sich bis 1. Januar 2014 mit einer Nachbarstadt zu vereinigen. Die drei möglichen Kandidaten wären dazu bereit. Nun kann die Kommunalaufsicht ein Auge zudrücken, weil es sich nur noch um ein Jahr Übergangszeit handelt. Für diese Spanne kann sie Schmiedeberg weiter mit dem Amtsverweser Ulrich Kretzschmar (CDU) arbeiten lassen. Er nimmt die Aufgabe als amtierender Bürgermeister wahr, der die Gemeinde leitet, aber im Gemeinderat kein Stimmrecht hat.

Diese Ausnahme muss aber genehmigt werden. Daher hat der Gemeinderat am Donnerstag beschlossen, die Aussetzung der Bürgermeisterwahl zu beantragen. Darüber entscheidet das Landratsamt.

Verhandlungen mit Dipps

Schmiedeberg seinerseits geht in die Verhandlungen mit Dippoldiswalde. So wollen sich der Ältestenrat von Schmiedeberg und die Bürgermeister am 9. Januar mit Vertretern von Dippoldiswalde treffen. Dabei soll über die Wünsche und Bedingungen für das Zusammengehen beraten werden. Kretzschmar will die Gespräche zügig vorantreiben. Sein Wunsch ist, dass bereits im Frühjahr ein Vertragsentwurf vorliegt. Mit Altenberg und Glashütte hat Schmiedeberg bisher keine konkreten Termine abgesprochen.