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Mittwoch, 14.02.2018

Schleife will alten Bauhof verkaufen

Die Vereine, die das Objekt derzeit nutzen, müssen sich nun ein neues Domizil suchen. Aber niemand werde sofort vor die Tür gesetzt, hieß es.

Von Constanze Knappe

Die Gemeinde Schleife will sich von ihrem alten Bauhof trennen.
Die Gemeinde Schleife will sich von ihrem alten Bauhof trennen.

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Schleife. Die Gemeinde Schleife will sich von ihrem alten Bauhof trennen. Wie Bürgermeister Reinhard Bork jetzt im Gemeinderat informierte, sei nach der Entscheidung über den Verkauf eine regelrechte „Hysterie ausgebrochen“. Dabei sei bereits seit den Verhandlungen mit Vattenfall im Jahr 2013 klar gewesen, dass mit der Übernahme des neuen Bauhofs im Gewerbegebiet das alte Objekt in der Hoyerswerdaer Straße verkauft wird. Die Vereinbarung sah ihrerzeit vor, Umsiedler, die ein kleines Gewerbe eröffnen wollen, bei der Auswahl zu bevorzugen. „Es gab auch einige Anfragen, doch haben die Interessenten alle wieder Abstand genommen“, sagte er. Inzwischen habe sich gezeigt, dass kein weiteres Interesse an dem Objekt besteht. Damit sei „der Zeitpunkt herangerückt, das Grundstück zu verkaufen.“

Wie im Gemeinderat zu vernehmen war, wurden die Vereine über die Verkaufsabsicht informiert. Und auch darüber, dass sie das Objekt bis zum tatsächlichen Verkaufsdatum weiter nutzen können. „Wir setzen niemanden vor die Tür“, erklärte Reinhard Bork. Zugleich habe man die Vereine gebeten, sich ein neues Domizil zu suchen. Dabei werde die Gemeinde sie unterstützen. Es sei aber auch das Solidaritätsgefühl der Vereine untereinander gefragt. „Die Zeiten, dass sich jeder Verein nur für wenige Stunden pro Woche eigene Räume sichern kann, sind vorbei. Das lässt das Haushaltssicherungskonzept der Gemeinde nicht zu“, erklärte Reinhard Bork. In anderen Orten würde es auch funktionieren, dass sich Vereine Räume teilen.