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Mittwoch, 21.12.2016

Schimmelbildung durch richtiges Lüften und Heizen vermeiden

Mit den sinkenden Temperaturen steigt auch das Risiko der Schimmelbildung in der Wohnung.

Foto: Flickr
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Denn schon durch falsches Lüften und Heizen der Räumlichkeiten kann zu viel Feuchtigkeit entstehen, die dem Schimmel idealen Nährboden bietet. Doch die Pilzsporen an Wänden und in Fliesenfugen sind nicht nur unansehnlich, sondern vor allem gesundheitsschädlich. Sie können unter anderem Allergien auslösen, Kopfschmerzen begünstigen und die Atemwege reizen. Mit den folgenden Tipps kann man der Schimmelbildung entgegenwirken:

Gekippte Fenster als Schimmelfalle

Der Mensch produziert in seiner Wohnung bereits durch die eigene Anwesenheit Feuchtigkeit. Hinzu kommen dann noch alltägliche Tätigkeiten wie Duschen und Kochen, welche die Räume zusätzlich belasten. So gibt eine vierköpfige Familie täglich circa 15 Liter Wasserdampf an die Raumluft ab. Wird nicht richtig gelüftet, setzt sich der Wasserdampf als Tauwasser an den kältesten Stellen im Raum ab und begünstigt somit die Schimmelbildung. Dabei sollte in jedem Fall darauf verzichtet werden, die Fenster den ganzen Tag über angekippt zu lassen. Besser ist dagegen kurzes, aber intensives Lüften. Denn beim Dauerlüften mit gekipptem Fenster erfolgt nur ein sehr niedriger Luftaustausch und zugleich aber ein langsames Auskühlen der Wohnung. Daher ist es empfehlenswert, stattdessen in den Zimmern circa zweimal täglich für zehn bis fünfzehn Minuten bei weit geöffneten Fenstern stoßzulüften. Einen besonders großen Effekt erzielt, wer in der Wohnung alle Fenster und Türen gleichzeitig öffnet und damit einen ordentlichen Durchzug erzeugt.

Badezimmer und Küche besonders anfällig

Gerade im Badezimmer und in der Küche entsteht in kürzester Zeit sehr viel Feuchtigkeit. Sei es beim Kochen, Baden oder Duschen. Diese Räume sind bei falschem Lüften ganz schnell einmal von Schimmel betroffen. In der Küche sollte man zum Beispiel immer nach dem Kochen des Abendessens sofort lüften, bis das Kondenswasser an den Fensterscheiben vollständig verschwunden ist. Das Gleiche gilt auch im Badezimmer: Während eines warmen Bads oder einer heißen Dusche sammelt sich sehr schnell Feuchtigkeit an. Bei Duschen sollte außerdem auf textile Vorhänge verzichtet werden, da sich in den Falten hier ganz einfach die Feuchtigkeit ansammelt, die dann zusätzlich durch das Aufliegen am Badewannenrand nicht richtig trocknen kann. Es ist also empfehlenswert, auf Duschkabinen zu setzen, Anbieter wie Badezimmertotal haben Duschkabinen unterschiedlichster Art und Größe im Programm, sodass sich viele Bäder mit einer solchen auch noch nachrüsten lassen. Feste Duschtüren aus Kunststoff oder Glas sind nicht nur langlebiger, hier kann sich zudem die Feuchtigkeit nicht so leicht absetzen wie an Duschvorhängen.

Trugschluss: Temperatur drosseln und Heizkosten sparen

Aber nicht nur richtiges Lüften hilft, Schimmelbildung zu vermeiden. Viele machen den Fehler, die Heizung tagsüber, wenn niemand im Haus ist, komplett auszuschalten, in der Annahme, damit Energiekosten zu sparen. Doch das Gegenteil ist meist der Fall: Die Wohnung kühlt dadurch herunter und das erneute Aufheizen kostet viel mehr Energie, als wenn die Räume über den Tag auf mittlerer Temperatur beheizt worden wären. Empfehlenswert ist, oft genutzte Wohnräume zwischen 20 und 23 Grad zu beheizen und selten genutzte Zimmer auf mindestens 16 Grad zu halten. Denn in ausgekühlten Wohnungen können sich Pilzkulturen noch viel besser verbreiten, da sich auf den kalten Wänden die Feuchtigkeit ansammelt. Viele begehen den Fehler, die Heizung nur in einigen Zimmern laufen zu lassen, aber die Türen offenstehen zu lassen in der Hoffnung, man könne so Energie sparen, indem man die anderen Räume „mitheizen“ würde. Das kostet nicht nur viel Energie, sondern fördert ebenfalls die Schimmelbildung, da hier warme und feuchte Luft in die ausgekühlten Zimmer strömt. Stattdessen lohnt es sich, alle Türen zu schließen und die Zimmer einzeln zu beheizen. Für jeden Raum gibt es eine individuelle optimale Zimmertemperatur. Fazit: Um Schimmelbildung vorzubeugen, ist die Kombination aus richtigem Lüften und Heizen unabdingbar. Das Auskühlen der einzelnen Zimmer sollte verhindert und die Feuchtigkeit in der Wohnung durch regelmäßiges Stoßlüften beseitigt werden – so haben die Pilzkulturen keine Chance, sich zu verbreiten.