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Dienstag, 13.02.2018

Schilder für den Jahnatalweg

Radler, die entlang der Jahna unterwegs sind, sollen sich künftig besser zurechtfinden. Das Projekt gibt es schon länger.

Von Sylvia Jentzsch

35 Kilometer Radweg

Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) präsentiert stolz den neuen Wegweiser inklusive Logo für den Jahnatalweg zwischen Döbeln und Riesa. Eine Arbeitsgruppe aus Ostrau hat das Projekt federführend umgesetzt.
Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) präsentiert stolz den neuen Wegweiser inklusive Logo für den Jahnatalweg zwischen Döbeln und Riesa. Eine Arbeitsgruppe aus Ostrau hat das Projekt federführend umgesetzt.

© Dietmar Thomas

Ostrau. Den Plan, den Jahnatalweg von Döbeln nach Riesa einheitlich zu beschildern, gibt es schon seit 2015. Nun soll er endlich umgesetzt werden. „Jetzt sind die Termine festgezurrt. Die Schilderproduktion ist angelaufen“, so Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Er ist zuversichtlich, dass die Beschilderungen während der Radsaison in diesem Jahr den Radlern den Weg weisen werden.

Zuerst waren jede Menge bürokratische Hürden zu nehmen. Nun warten die Kommunen darauf, dass das Unternehmen, das seit August 2017 den Auftrag hat, endlich mit den Arbeiten beginnt.

Dass die Umsetzung der Idee einmal so lange dauern würde, damit hatten die Mitglieder der Ostrauer Arbeitsgruppe Jahnatalradweg nicht gerechnet. Federführend arbeiten Katrin Leipacher und Matthias Jönzen an diesem Projekt. Sie hatten alle sechs Anliegergemeinden informiert, ins Boot geholt, Verträge erarbeitet und einen gemeinsamen Förderantrag beim Landesamt für Straßenbau- und Verkehr (Lasuv) gestellt, der bewilligt wurde.

„Wir haben uns in der vergangenen Woche noch einmal mit den Anliegergemeinden getroffen“, so Dirk Schilling. Laut Planung sollte die Beschilderung des 35 Kilometer langen Radweges knapp 65 000 Euro kosten. Dafür gibt es eine Förderung von 90 Prozent. Den Rest übernehmen die Kommunen. Den Auftrag für die Beschilderung erhielt die Firma Ausbau Mügeln. Sie gab mit einer Summe von 36 800 Euro das wirtschaftlichste Angebot ab.

35 Kilometer Radweg

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Der Jahnatalweg ist 35 Kilometer lang und bildet die Verbindung zwischen dem Mulde-Radweg und dem Elbe-Radweg. Entstehen könnte ein touristischer Rundweg von Riesa über Döbeln, Nossen, Lommatzsch, Meißen und wieder Riesa.

Anliegergemeinden sind: Döbeln, Zschaitz-Ottewig, Ostrau, Naundorf, Stauchitz und die Stadt Riesa.

Für die Beschilderung wurde ein Logo von der Arbeitsgruppe entwickelt, das alle sechs Kommunen mittragen. Es soll auch für Flyer oder auf Internetseiten verwendet werden. „Es macht schon ein bisschen stolz, wenn man das Ergebnis in Form des Schildes sieht. Es wirkt sehr edel“, so Schilling. Er ist froh, dass sich Katrin Leipacher und Matthias Jönzen des Jahnatalweges angenommen haben und viele Stunden ihrer Freizeit für die Umsetzung des Projektes investiert haben. „Ein großes Dankeschön dafür“, so Dirk Schilling.

Die Schilder an sich entsprechen den Erfordernissen von SachsenNetz Rad. Das wiederum ist in übergreifende Radfernwegenetze eingebunden. Die Strecken verfügen im Ausbauzustand über eine einheitlich gestaltete Zielwegweisung. Die weißen Schilder mit grüner Schrift werden auch am Jahnatalweg stehen. Alles muss norm- und fachgerecht sein. Die sogenannten Vollwegweiser zeigen die Entfernung zum nächsten Dorf und zur nächsten Stadt. Diese kommen auf dem Jahnatalweg zwischen Döbeln und Riesa zum Einsatz.

Ebenso einigten sich die Anliegerkommunen auf die Größe und den einheitlichen Rahmen der Infotafeln entlang des Weges. Sie weisen auf besondere Plätze und Sehenswürdigkeiten. Die Informationen, die auf den alten und verwitterten Tafeln standen, wurden gesichert. Nun muss festgelegt werden, wo 18 neuen Tafeln, im Durchschnitt drei auf jedem Gemeindegebiet, aufgestellt werden.

„Wir haben noch mehr als 20 000 Euro für die Informationstafeln übrig“, so Schilling. Die Vertreter der Kommunen stimmten dafür, dass auf den Tafeln das Logo der Lommatzscher Pflege sichtbar sein soll.

Der Jahnatalweg wird nicht nur durch eine einheitliche Beschilderung attraktiver. Es ist auch geplant, ihn abschnittsweise auszubauen und Rastplätze zu schaffen beziehungsweise zu verschönern.

In der Gemeinde Ostrau wird in diesem Jahr zum Beispiel der Rastplatz in Pulsitz fertiggebaut. Dazu gehören der Bau des Pavillons, der mit seinen Sitzgelegenheiten zum Verweilen einlädt, und der Aufbau von zwei Spielgeräten. Es wird ein Elektrokasten installiert, damit eine Beleuchtung des Platzes oder gar Kleinkunstaufführungen im und um den Pavillon möglich sind. Eine Bepflanzung ist ebenfalls geplant. In Angriff genommen wurde auch wieder die Sanierung des Radweges zwischen Jahna und Pulsitz. Bisher gab es noch kein grünes Licht von einigen Behörden. „Aber es sieht gut aus. Es gab einige Absprachen vor Ort“, so Dirk Schilling. Auch Fördergeld ist schon in Aussicht gestellt worden.