Donnerstag, 17.01.2013

Schiffswracks im Wattenmeer freigelegt

Gestrandet am Heiligabend vor 142 Jahren.Foto: dpa
Gestrandet am Heiligabend vor 142 Jahren.Foto: dpa

Husum. Es ist eine Art Auferstehung: Auf der Sandbank Süderoogsand vor der Insel Pellworm sind derzeit gleich drei Schiffswracks sichtbar, die zuvor mehr oder minder im Sand verborgen waren. Wahrscheinlich sei eine Erosion dafür verantwortlich, sagte Nationalparksprecher Hendrik Brunckhorst in Husum. Als Erster habe ein Fischer die Wattenmeer-Wracks im Herbst entdeckt.

Zu den freigelegten Schiffen gehört das Wrack der „Ulpiano“, die auf ihrer Jungfernfahrt am Heiligabend 1870 strandete. Der zuvor bereits sichtbare Rumpf liege jetzt so offen da, dass man hineinschauen könne, sagte Brunckhorst. Ganz neu sei ein Holzwrack etwa aus der Zeit um 1700. Die Lage der Wracks wurde vermessen, Archäologen können noch Holzproben zur Altersbestimmung nehmen.

Dass sich die Schiffe gerade an der Bake finden, hat laut Bruckhorst einen traurigen Grund: „Wenn die Schiffe in Seenot geraten, wollen sie sich in letzter Not zur Bake retten, dort können sie unterkommen.“ Die Bake, die als Seezeichen, Leuchtfeuer und Rettungsbake dient, ist das einzige Bauwerk auf der Sandbank, das im Sand seit 2005 jährlich etwa 40 Meter nach Osten wandert. (dpa)

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