Dienstag, 20.11.2012
Schiedsrichterin tätlich angegriffen
Das Handballwochenende kann für den VfL Waldheim ein böses Nachspiel haben. Sogar eine Hallensperre droht dem Verein.
Handballverbandsligist VfL Waldheim 54 hat seit vergangenem Sonnabend ein Problem. Nach dem Verbandsligaspiel der Männer, VfL Waldheim 54 gegen den HSV Dresden II, das mit 31:32 verloren ging, wurde Schiedsrichterin Virginie Seidel tätlich angegriffen. Dem Vernehmen nach wurde die Frau beim Verlassen des Spielfeldes beleidigt und dann vom mutmaßlichen Täter mit der Hand getroffen. Nach Informationen des Döbelner Anzeigers konnte sie das Krankenhaus nach einer Untersuchung wieder verlassen, ist jedoch krankgeschrieben. VfL-Geschäftsführer Thomas Berger, der das Geschehen hautnah miterlebte, sagte: „Die Schiedsrichter wurden von vier Ordnern begleitet, der VfL hat sich nichts vorzuwerfen. So eine spontane Aktion kann man am Ende auch mit 100 Ordnern nicht verhindern, zudem wir keine Personenschützer sind.“
Vereinsvorsitzender André Richter, der sich selbst nicht in der Sporthalle aufhielt: „Es tut mir unendlich leid, das durfte nicht passieren! Der Name des Angreifers ist bekannt, und wird von uns weitergegeben. Das müssen natürlich die Leute tun, die vor Ort waren! Wir haben den Fall beim Staffelleiter selbst angezeigt.“ Wolfgang Schmerler, Vizepräsident Spieltechnik beim HV Sachsen, konnte zum Vorfall, den er selbst aber bereits kannte, nur bedingt etwas sagen. „Wir warten auf ein Stück Papier, wo sich der Verein zu den Vorkommnissen äußert. Dann werden wir mit der Schiedsrichterkommission und dem Rechtsausschuss beraten, was zu tun ist.“
Auszuschließen sei eine Sportstättensperre nicht. Bis der Fall endgültig geklärt wäre, würde es wohl ohnehin dazu kommen. „Wir wollen kein Exempel, aber es muss etwas passieren!“, so Schmerler. Das ist auch André Richter klar, der ganz klar signalisierte, dass sein Verein eine Strafe akzeptieren werde. „Die Schiedsrichterin wird Anzeige erstatten. Wir als Verein werden das wohl auch tun und zudem gegen diese Person eine lebenslange Hallensperre verhängen. Wir entschuldigen uns für das Verhalten des sogenannten Fans, der kein Mitglied unseres Vereins ist.“
Laut der Rechtsordnung des Sächsischen Handballverbandes kann gegen den Verein wegen Vernachlässigung des Ordnungsdienstes, mangelnden Schutzes der Schiedsrichter, des Zeitnehmers, Sekretärs, der Spielaufsicht/des Technischen Delegierten, der Spieler, Mannschaftsoffiziellen und Zuschauer innerhalb der Wettkampfstätte eine Geldstrafe von 25 bis 5.000 Euro verhängt werden. Außerdem kann neben der Geldbuße auf Anordnung der Spielaufsicht/eines technischen Delegierten auf eine Hallen- oder Platzsperre erkannt werden.
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Handballverbandsligist VfL Waldheim 54 hat seit vergangenem Sonnabend ein Problem. Nach dem Verbandsligaspiel der Männer, VfL Waldheim 54 gegen den HSV Dresden II, das mit 31:32 verloren ging, wurde Schiedsrichterin Virginie Seidel tätlich angegriffen. Dem Vernehmen nach wurde die Frau beim Verlassen des Spielfeldes beleidigt und dann vom mutmaßlichen Täter mit der Hand getroffen. Nach Informationen des Döbelner Anzeigers konnte sie das Krankenhaus nach einer Untersuchung wieder verlassen, ist jedoch krankgeschrieben. VfL-Geschäftsführer Thomas Berger, der das Geschehen hautnah miterlebte, sagte: „Die Schiedsrichter wurden von vier Ordnern begleitet, der VfL hat sich nichts vorzuwerfen. So eine spontane Aktion kann man am Ende auch mit 100 Ordnern nicht verhindern, zudem wir keine Personenschützer sind.“(...)
Link zum Artikel:
http://www.sz-online.de/nachrichten/schiedsrichterin-taetlich-angegriffen-2451915.html