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Schiebock kassiert erste Niederlage

Der BFV verliert mit 0:1 in Plauen. Dominic Meinel scheitert mit Handelfmeter. Kamenz verliert beim VfL Halle ebenfalls 0:1.

02.10.2017
Von Jürgen Schwarz

 kassiert erste Niederlage
Dominic Meinel vom Bischofswerdaer FV, hier in einer früheren Partie, hatte in Plauen per Elfmeter den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Torwart Marian Unger.

© Archivfoto: Worbser-Sportfotografie

Fußball, Oberliga. Jürgen Neumann, Präsident des Bischofswerdaer FV, hatte vor dem Oberliga-Spitzenspiel in Plauen verkündet: „Gewinnen wir, haben wir acht Zähler Vorsprung gegenüber dem VFC. Dann wären wir wohl selbst schuld, würden wir den Staffelsieg noch verspielen.“

Eine gewagte Prognose vor dem 7. Spieltag, die nun ohnehin keine Aussagekraft mehr hat. Nach sechs Siegen in Folge hat der BFV seine erste Niederlage kassiert. Daniel Rupf erzielte vor immerhin 473 Zuschauern das Tor des Tages (49.) im Vogtlandstadion. Eine bittere Niederlage für den Spitzenreiter, der spielerisch keineswegs schlechter war und zudem einen von Grossert verursachten Handelfmeter nicht nutzen konnte: Dominic Meinel scheiterte am Plauener Keeper Marian Unger (58.). „Wir haben verdient verloren, nie so richtig ins Spiel gefunden“, resümierte BFV-Coach Erik Schmidt. „Das Spiel hätte auch 2:0 oder 3:0 ausgehen können. Wir hatten zuletzt gegen Inter Leipzig schon Glück, irgendwie hat sich die Niederlage schon angekündigt. Bei einer so jungen Mannschaft wird es immer mal rauf und runter gehen.“

Schiebocks Schlussmann Szcepankiewicz verhinderte vor der Pause bei einem Freistoß von Rupf schon das 0:1 (9.). Auch Komnos Morosow kam in aussichtsreiche Position, aber die Gäste konnten klären (38.). Die beste Möglichkeit für die Bischofswerdaer verzeichnete Torjäger Frank Zille, dessen Schuss abgeblockt wurde (13.). Nach dem Wechsel prüfte Robin Huth den VFC-Keeper (47.), zwei Minuten jubelten die Plauener. Morosow hatte Rupf glänzend in Szene gesetzt. Im Schlussspurt setzten die Bischofswerdaer alles auf eine Karte, aber es blieb beim 0:1.

Mit dem gleichen Ergebnis reisten die Kamenzer aus dem Hallenser Stadion am Zoo ab. Vor 100 Besuchern war Arnold Schunke nach 47 Minuten der einzige Torschütze. „Leider haben wir gegen keinesfalls überzeugende Hallenser nichts Zählbares zustande gebracht“, ärgerte sich Gäste-Trainer Frank Rietschel. „Wir haben zwar optisch dominiert, hatten aber zu wenig Zug zum Tor.“ Dennoch war für die Lessingstädter schon vor dem Wechsel die Führung möglich, aber Stefan Höer fehlte die Präzision beim Abschluss (24.) und Karel Vrabec köpfte nach einem Eckball neben das VfL-Gehäuse (33.).

„Es war da schon abzusehen, wer das erste Tor erzielt, hält die Trümpfe in der Hand“, so Rietschel nach der Partie. Bei Schunkes Kopfballtreffer war Charuza zwar eingeteilt, aber nicht am Mann. „Wir haben dann alles versucht, aber für 70 Prozent Ballbesitz kann man sich nichts kaufen“, so der Einheit-Coach. Zwei gute Möglichkeiten durch Philipp Schmidt (Lattenoberkante) und einen Heber von Franz Häfner, „aber letztendlich agieren wir nicht zwingend und effektiv genug, verlieren völlig unnötig so ein Spiel“. Rietschel weiß, an welchen Stellschrauben er drehen muss: „Wir müssen die unnötigen Schnörkel abstellen und mehr Zug zum Tor bringen. Da sind vor allem Langr, Höer und Sobe gefordert.“ (js)

BFV: Szcepankiewicz, Meinel, Gröschke, Lenk, Merkel, Schulze (76. Gries), Huth, Harangus (60. Rülicke), Klotke, Hänsel (41. Zuljevic), Zille.

Kamenz: Wochnik, Vrabec, Schidun, Prentki, Charuza, Schmidt (53. Tänzer), Ranninger, Sobe, Häfner, Langr (79. Wölk), Höer.