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Freitag, 25.11.2016 06:00 Uhr

Schichtwechsel im Krankenhaus

Zwischen 6 und 7 Uhr klingelt bei vielen gerade mal der Wecker. Die Nachtschwestern im Klinikum Oberlausitzer Bergland haben da schon gut acht Stunden gearbeitet. Als letztes steht für sie nun die Übergabe an die Frühschicht an. So auch in den Kliniken der Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Zittau und Ebersbach.

In Zittau beispielsweise erkundigt sich Chefarzt Dr. med. Mathias Mengel, der heute tagsüber Dienst hat, bei den Schwestern: Wie geht es der Patientin, die in der Nacht entbunden hat? Hatte jemand Schlafprobleme? Oder große Schmerzen? Kinderkrankenschwester Kerstin Demmig hat alles in den Krankenakten notiert. Für die Morgenvisite ab halb acht liegt also alles bereit. „Die Nachtschicht beginnt um 22 Uhr, und man weiß nie genau, was alles passiert“, erzählt Schwester Kerstin. Notfälle, Entbindungen, Notkaiserschnitte sind in der Nacht nicht planbar – Kontrollgänge, Medikamentengaben, Schreibarbeiten und die Vorbereitung des Tages hingegen schon. Denn auch für die nächste Schicht gibt es jede Menge zu erledigen: Neue Patientinnen kommen auf die Station und werden begrüßt und versorgt, für die Babys stehen Untersuchungen wie die Hüftsonographie an, die frisch gebackenen Mütter brauchen Hilfe beim ersten Windeln ihres Babys... und und und.

Visite, Sprechstunde und in Bereitschaft

Für Chefarzt Dr. med. Mathias Mengel ist der Tag ebenfalls gut gefüllt: Die Visite und die urogynäkologische Sprechstunde – zum Beispiel für Patientinnen mit Inkontinenzproblemen – stehen heute an. Zudem ist der Chefarzt in Bereitschaft für Operationen und ungeplante Notkaiserschnitte. „Die Beantwortung von Anfragen aus den anderen Abteilungen für eine gynäkologische Stellungnahme gehört ebenfalls zu meinen täglichen Aufgaben“, berichtet der Mediziner, der bereits seit 2003 hier in Zittau im Klinikum arbeitet. Nach seinem Tagdienst heute wird er noch den Bereitschaftsdienst in der Nachtschicht übernehmen. „Der Beruf ist schon sehr verantwortungsbelastet, aber die Verbindung von Geburtshilfe und Gynäkologie hat so ein breites Spektrum und ist ein wunderbares Fachgebiet, dass mir die Arbeit nach wie vor Spaß macht“, sagt der 47-Jährige. Leider muss er immer wieder feststellen, dass manche Frauen nach den Wechseljahren die Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt nicht oder immer seltener wahrnehmen. Eine Tendenz, die auch sein Kollege am Standort Ebersbach, Chefarzt Jacek Glajzer, mit Besorgnis wahrnimmt. „In unserer Erfolgsgesellschaft wird das Thema Krankheit oft verdrängt. Dabei können bei regelmäßiger Vorsorge Polypen oder Karzinome zum Beispiel durch Abstriche früher entdeckt werden und die Heilungschancen dadurch steigen.“ Werden hingegen Kontrollen um Monate verzögert, kann sich das ungünstig auswirken. Sein Appell an alle Frauen lautet: „Bitte nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Frauenarzt wahr.“ Das Klinikum Oberlausitzer Bergland ist in der Frauenheilkunde spezialisiert. Ebersbach bietet als Mitglied im Brustzentrum Ostsachsen sehr gute Bedingungen für Brustkrebspatientinnen und eine Behandlung nach internationalem Standard an. Dazu gehört auch eine „Breast Case Nurse“, die auf die Begleitung dieser Patientinnen spezialisiert ist, und Zertifizierungen von Chefarzt Jacek Glajzer und Oberarzt Thomas Graf als erfahrene Operateure von Krebserkrankungen der weiblichen Brust. Darüber hinaus werden selbstverständlich auch andere Erkrankungen behandelt. In Zittau ist das Team um Chefarzt Dr. med. Mengel unter anderem für minimalinvasive Operationen bei Inkontinenz und Senkungserkrankungen bekannt: Modernste OP-Techniken wie zum Beispiel Netzimplantate geben dann dem Beckenboden wieder Halt.

Klinikum Oberlausitzer Bergland gemeinnützige GmbH

Standort Zittau

Görlitzer Straße 8 | 02763 Zittau

Telefon: 03583 / 88 1000| Telefax: 0 35 83 / 88 1009

Standort Ebersbach

Röntgenstraße 23 | 02730 Ebersbach-Neugersdorf

Telefon: 03586 / 762 3000 | Telefax: 0 35 86 / 762-2009

www.klinikum-oberlausitzer-bergland.de