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Mittwoch, 07.02.2018

Sandbüschelverein-Gebäude geplündert

Weil nun alles weg und der Sachschaden sehr hoch ist, sind in Mittelherwigsdorf die beliebten Feste in Gefahr.

Von Holger Gutte

In die Vereinsgebäude im Sandbüschel in Mittelherwigsdorf an der Grenze zu Oderwitz ist eingebrochen worden. Der Sachschaden ist hoch.
In die Vereinsgebäude im Sandbüschel in Mittelherwigsdorf an der Grenze zu Oderwitz ist eingebrochen worden. Der Sachschaden ist hoch.

© www.foto-sampedro.de

Mittelherwigsdorf. Wütend schimpft Bernd Mehnert über das, was sich in den letzten Tagen im Sandbüschel in Mittelherwigsdorf zugetragen hat. „Bei uns ist eingebrochen worden“, sagt der Vorsitzende vom Sandbüschelverein. Alles, was sie zum Ausrichten ihrer Sandbüschelfeste brauchen, ist weg. „Wir haben es am Sonnabend gemerkt, als wir mal nach dem Rechten sehen wollten und dann gleich der Polizei gemeldet“, schildert er.

Die Diebe haben die große Stahltür und zwei weitere Türen aufgebrochen und die Räume der Vereinsgebäude durchwühlt. Zu ihrer Beute gehören eine Mikrowelle, ein Allesschneider, mehrere 20 und zehn Meter lange Verlängerungskabel, ein 30 Meter langes Kraftstromkabel und Lichterketten. Auch die 500 Meter lange selbst gebaute Lichterkette sowie die Stereo-Anlage mit den Boxen sind weg. „Wir haben praktisch nichts mehr. Unser Sandbüschelfest ist in Gefahr“, sagt er. Auf 500 bis 600 Euro schätzt Bernd Mehnert den Wert der Diebesbeute ein. Noch viel höher ist allerdings der Sachschaden, den die Täter angerichtet haben. „Die Stahltür kostet uns allein etwa 1000 Euro“, sagt er. Zusammen mit den anderen beiden Holztüren könnte damit der Sachschaden bei etwa 1300 Euro liegen. Um das Gebäude zu sichern, haben die Vereinsmitglieder erst einmal die Stahltür zugeschweißt. Wenn sie ins Gebäude wollen, muss sie mit einer Flex aufgeschnitten werden. „Anders ging es auf die Schnelle nicht, schildert der Vereinsvorsitzende.

Auf Nachfrage der SZ hat die Polizei wenig Hoffnung, die Diebe zu finden. Die Tatzeit liegt vermutlich zwischen dem 6. und dem 20. Januar, berichtet der Pressesprecher der Polizeidirektion, Thomas Knaup. „Da ist aus polizeilicher Sicht kaum mehr was zu machen“, sagt er. Er appelliert deshalb an alle Eigentümer, täglich nach ihrem Hab und Gut zu schauen. Besonders, wenn es etwas abseits liegt.

Der Verein ist zwar versichert, muss aber dennoch die Kosten für die Selbstbeteiligung und die Differenz zum Neuwert der Waren tragen. Denn, wenn es auch schwerfallen wird, er möchte gern weiterhin seine Sandbüschelfeste ausrichten. 2019 feiert er immerhin sein 60-jähriges Bestehen. Und für dieses Jahr soll es im Mai im Sandbüschel sogar ein besonderes Highlight geben. Ein Schaukampf-Team richtet dann hier das erste Mittelalterfest aus. „Die Leute fanden unser Ambiente super und hatten bei uns angefragt, ob das möglich wäre“, erzählt Bernd Mehnert.