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Mittwoch, 18.10.2017

Sachsens Unternehmen sind zufrieden wie nie

Jubel in allen Wirtschaftsbereichen: Sachsens Firmen schätzen ihre Lage besser ein als je zuvor. Doch der Boom bereitet vor allem in einem Punkt Sorge.

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© Symbolfoto: dpa

Leipzig. Die Wirtschaft in Sachsen brummt und sorgt für Rekordstimmung bei den Unternehmen im Freistaat. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) hervor, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Demnach bewerten die sächsischen Unternehmen ihre geschäftliche Lage so positiv wie noch nie: Fast zwei Drittel (63 Prozent) halten ihre Situation für gut, nur 6 Prozent stufen ihre Lage als schlecht ein. An der Umfrage beteiligten sich nach Angaben der IHK rund 1650 Unternehmen.

Gut jede vierte Firma will nach IHK-Berechnungen künftig mehr Geld investieren. Das sei ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, in denen die Unternehmen dem Geldausgeben skeptischer gegenüberstanden.

Auch bei der Personalplanung macht sich die gute Konjunktur bemerkbar: Jede vierte Firma will mehr Mitarbeiter einstellen, weniger als jede zehnte will Beschäftigte entlassen. Besonders im Industriesektor planen nach IHK-Angaben viele Unternehmen, das Personal aufzustocken.

Die Industrie profitiere von der steigenden Anzahl an Aufträgen aus dem In- und Ausland, hieß es in der Umfrage. Im Baugewerbe schlage sich positiv nieder, dass derzeit sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor viel investiert werde.

Doch die guten Entwicklungsaussichten bergen aus Sicht der Unternehmen auch Risiken. Viele Firmen fürchten, dass sie ihre freien Stellen nicht besetzen können. Das Thema Fachkräftemangel führe seit dem Frühjahr die Liste der meistgenannten Risikofaktoren an, teilten die Kammern mit. Daneben fürchten die Unternehmen auch höhere Arbeitskosten und eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

„Die Situation der sächsischen Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahresstand in allen Wirtschaftsbereichen zum Teil deutlich verbessert“, erklärte Kristian Kirpal, Präsident der IHK Leipzig. Die neu zu bildende Bundesregierung müsse nun vor allem für Stabilität sorgen und in Zukunftsfelder wie Digitalisierung und bessere Infrastruktur investieren. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Radebeuler

    Wer die sächsischen Unternehmen jetzt auch vernünftige Löhne und Gehälter zahlen? Oder stecken sie sich den Mehrgewinn in die eigene Tasche?

  2. Beutesachse

    @1 Dreimal dürfen Sie raten.....

  3. Martin

    @ Radebeuler Oder läuft es deshalb so gut, weil nicht so hohe Löhne gezahlt werden?

  4. Radebeuler

    @Martin: Wäre auch denkbar. Nur: Dass niedrige Löhne für wirtschaftliche Stabilität stehen, wird durch die Realität widerlegt. Ein Blick nach BaWü oder Bayern, gegensätzlich nach Sachsen und schon wird es für jeden klar. Die Arbeitslosigkeit, die Kaufkraft, die Zufriedenheit, demokratische Aufgeklärtheit, Immunität gegenüber faschistischer Denke..., wer steht besser da?

  5. elbgeistDD

    "Immunität gegenüber faschistischer Denke" - und dann verweisen Sie ausgerechnet auf BaWü mit Filbinger und seinem Weißwäscher Oettinger und mehr AfD- als SPD-Abgeordneten im Landtag und auf Bayern wo CSU-Landräte gleich selbst dafür sorgen daß schwarze Pfarrer das weite suchen. Nee, bei aller Liebe das ist mir bißchen zuviel Sachsen-Bashing

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