Samstag, 22.12.2012

Sachsen bürgt für Bankschulden von Unister

Das Land Sachsen hat Bankschulden des in die Kritik geratenen Leipziger Online-Unternehmens Unister abgesichert. Es gebe eine Landesbürgschaft, hieß es.

©dpa

Dresden/Leipzig. Das Land Sachsen hat Bankschulden des in die Kritik geratenen Leipziger Online-Unternehmens Unister abgesichert. Es gebe eine Landesbürgschaft, die im Jahresbericht der Firma erwähnt werde, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Samstag auf Anfrage in Dresden. „Zu Details - wie hoch oder wann - können wir uns nicht äußern“, sagte der Sprecher. Um eine Landesbürgschaft könne sich jeder bewerben, der Antrag werde dann geprüft. Medienberichten zufolge beliefen sich die Unister-Schulden 2010 auf 14 Millionen Euro.

Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Unister wegen illegaler Geschäftemacherei und Steuerbetrugs. Auf den Reiseportalen der Unister-Gruppe sollen Versicherungsprodukte ohne Genehmigung angeboten worden sein. Der Touristik-Riese Tui hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe den Vertrag mit Unister gekündigt. Bei einer Razzia vor einer Woche hatte es umfangreiche Durchsuchungen gegeben. Drei Führungskräfte kamen in Untersuchungshaft. Inzwischen sind zwei gegen Auflagen und Kaution wieder frei. Unister-Gründer und -Chef Thomas Wagner hält die Vorwürfe für unbegründet. (dpa)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 6 Kommentare

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  1. Manfred Mathewes

    heißt das, dass wir Steuerzahler für die Bürgschaft einzustehen haben? Ich fass es nicht!

  2. rolf apin

    Klasse, das Land Sachsen bürgt für die Schulden eines Unternehmens welches gleichzeitig Rückvergütungen an Kunden gibt und dadurch für das Sterben von stationären Reisebüros und die Entlassung hunderter Mitarbeiter dieser Reisebüros indirekt verantwortlich ist. Macht aber nix. Die Mitarbeiter bekommen dann ja wieder Hartz IV. Ich versteh die Welt nicht mehr.

  3. Andre

    Wie kann ein Unternehmen, gegen as ermittelt wird, eine Landesbürgschaft erhalten??

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