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Freitag, 24.10.2014 SZ-Kolumne: „Was soll das?“

Roter Oktober

In Thüringen schickt sich Bodo Ramelow an, die Macht zu übernehmen. Doch was passiert, wenn ein Linker Ministerpräsident wird. SZ-Kolumnist Thomas Bärsch macht sich mit einem Augenzwinkern so seine Gedanken.

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Der Thüringer Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow steht kurz davor, erster linker Ministerpräsident eines Bundeslandes zu werden.
Der Thüringer Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow steht kurz davor, erster linker Ministerpräsident eines Bundeslandes zu werden.

© dpa

Während sich CDU und SPD in Sachsen nahezu geräuschlos auf eine Regierung geeinigt haben, dringen aus Thüringen furchterregende Nachrichten zu uns. Dort bereitet sich der Bolschewist Bodo Wissarionowitsch Ramelow darauf vor, die Macht zu übernehmen.

Entgegen allen Warnungen scheinen ihm Sozialdemokraten und Grüne in eine gemeinsame rot-rot-grüne Koalition folgen zu wollen – und damit ins Verderben. Was aber wird passieren, wenn dieser Ernstfall eintritt?

Unmittelbar nach seinem Machtantritt wird Ramelow Betriebe verstaatlichen, Einkaufstempel niederbrennen lassen und die Grenzen dichtmachen. Die Gewerkschaft der Lokführer hat ihre Tätigkeit auf dem Thüringer Staatsgebiet zu beenden. Alle Züge müssen wieder nach Plan fahren. Zugausfälle werden nicht geduldet – es sei denn, die Lok streikt.

Noch ein Hinweis in eigener Sache

Das Satirische Quintett: Thomas Bärsch und andere SZ-Kolumnisten lesen am Montag, 24.11. um 19.30 Uhr im Trocadero Sarrasani in Dresden. Karten gibt es in allen SZ-Treffpunkten oder unter 351 4862-2002.

Leser-Kommentare

Insgesamt 12 Kommentare

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  1. PS

    Die Regierung übernimmt er womöglich. Die Macht gewiss nicht, die liegt in ganz anderen Händen und ist überhaupt nicht für irgendwelche Übergaben vorgesehen. Aber immerhin, vielleicht ein paar Verbesserungen gestattet ihm die Macht.

  2. schweini

    dieser mann und seine ganze partei ich ein wolf im schafspelz.ich kann es nicht nachvollziehen das so eine partei mit ihrer vergangenheit von den wählern so gewürdigt werden.für mich ist es wie ein schlag ins gesicht.

  3. Wähler

    @schweini Ach und die CDU ist "unbefleckt"? Was war Herr Tillich noch mal in der DDR? Mitglied des Rates des Kreises Kamenz! Also systemnah! Und gedient bei den Grenztruppen der DDR! Er war bereit, "mit der Waffe in der Hand die DDR zu verteidigen", sonst wäre er Bausoldat geworden. Karriere war aber damals schon wichtiger als Moral.

  4. Martin H.

    Mal sehen Herr Bärsch, ob Sie es auch noch so augenzwinkernd nehmen, wenn der erste AFD Ministerpräsident vor der Wahl steht?

  5. schweini

    ich glaube herr oder frau wähler sie haben es immer noch nicht verstanden von welcher partei der unrechtsstaat ausging.ich möcht keines wegs die anderen pateien reinwaschen,aber mit den machenschaften der roten hatten sie nichts zu tun.diese partei muß immer in der oposition bleiben und am besten ganz raus aus den parlementen.die vielen jungen wähler die die linke wählen haben ja keine ahnung von dem was zu ddr zeiten passiert ist,das soll kein vorwurf sein,aber sie sollten sich besser informieren.ob sie dann noch der meinung sind das diese partei gut ist?

  6. Thilo Fleck

    @3, Wähler: Ich hoffe für Sie, Sie zählen altersmäßig zu der Generation, der es erspart blieb, vor der Alternative zu stehen, zu DDR-Zeiten entweder in der NVA/Grenztruppe zu dienen, oder stattdessen handfesten Repressalien ausgesetzt zu sein. Denn dann würden Sie vermutlich anders urteilen. Und da es sich offenbar tatsächlich so verhält, halten sie besser den Mund über Zeitläufe, die Sie nur vom Hörensagen oder von ZDF INFO zu kennen glauben. Ohne, daß ich Herrn Tillig innig liebe oder verehre: Für mich wäre ein linker Ministerpräsident in einem deutschen Bundesland der Anfang vom Ende.

  7. Robert

    @Thilo Fleck: Woraus bestanden denn die "handfesten Repressalien"? Dazu sagen sie lieber nichts. Sie sind auch nur ein Nachplapperer. Übrigens: mein Geburtsjahr ist 1948, da gab es weder BRD noch DDR und ich habe Zeit meines Lebens im Neufünfland gelebt.

  8. Joachim Herrmann

    Ach ja, alle wussrten schon immer Alles und waren in der DDR und in der BRD Helden gegen die Oberen. @Schweini, eine Tüte Deutsch, Orthographie usw. wäre durchaus angezeigt. Aber im Stile des Bloggers geht wohl auch das?! Dümmlich- zum Inhalt nur so viel- auch heute haben Parteien Macht und Übermacht- nur heute können sich "die Leut", so sie denn genügend in der Brieftasche haben Alles zusammen glauben, was sie zu besitzen die Muse haben. Und die Anderen, die sind halt mal, wieder, die Angeschissenen. Übrigens @ Fleck, wenn sie ein Frühgeborener sind, so sind sie sicher auch in den "Genuss" bundesdeutscher Wehrtauglichkeit gekommen- aber das ist ja eine "demokratische" Armee. Nur leider hat die NVA niemals an kriegerischen Handlungen teilgenommen, die Bundeswehr schon! Wenn Geschichtsklitterung, dann schon richtig und, auch die bundesdeutsche Realität unterscheidet Gewinner und Verlierer der Geschichte. Wäre spannend, zu erfahren, in welche Kathegorie sie sich einordnen lassen möchten?

  9. hoebi

    So eine Quasselei! Was ist nun mit "Demokratie" in Deutschland, also auch in Thüringen. Wenn es die "bösen" (dummen) jungen Wähler waren, werden sie Ihre Erfahrungen machen, genau wie die in Sachsen und anderswo.

  10. Nokicker

    Ich verstehe nicht dass H.Ramelow MP von Thüringen werden will, gehört er doch der "Linken" an.Wahrscheinlich weiß er gar nicht so recht, woraus die "Linken" hervorgegangen sind. Auf der anderen Seite vertraue ich ihm etwas, da er strenger evangelischer Christ ist und dies immer wieder durch seine menschliche, ehrenwerte Haltung bestätigt. Insofern ist es vielleicht gut, dass die Linken in ihrer Führungsspitze einen bekennenden Christen haben. Und er kann ja nichts dafür, dass er ein Wessi ist, weil eben keiner für seine Geburt verantwortlich ist. Ist schon bemerkenswert: Ein evangelischer Christ, Wessi, wird dunkelroter MP in Thüringen. Oder doch nicht? Hoch lebe der Luther-Verehrer im Dienste für das Grüne Land im Herzen Deutschlands. Und wennde niche brav bisd, Towarisch Bodo, dann kummsde inde Helle. Riellie! :-) Iebrischns: Ludderahner sine niche links oder braun, aber ooch niche dunglrod. E scheener Schachzuuch fun de ev.Kerche

  11. Thilo Fleck

    @8: Logisch hat die NVA nie an bewaffneten Auseinandersetzungen teilgenommen - nicht mal am Einmarsch 1968. Ich habe hier ja auf #3 reflektiert. Die Ausübung seiner Wehrpflicht kann man Hr. Tillich sicher als letztes ankreiden, seine aktive Teilnahme an der Regionalpolitik der DDR eher, aber höchstens unter Umständen. Mir ist auch ein geläuterter "Roter" lieber, als ein schmieriger CDU Ex-IM. Allerdings, wenn eine Partei und ihre Anhänger selbst nach 25 Jahren BRD-Zugehörigkeit und ein knappes Jh. nach 1917 nicht vom leninistischen und tschekistischen Ideen lassen kann, ist sie wohl eher ein Fall für den Verfassungsschutz als für einen MP-Posten!

  12. Thomas Harnisch

    Ja,leider hat die SPD´,zumindest im Osten,Alzheimer und schon vergessen das sie schon einmal von den Kommunisten vereinnahmt und gleich geschaltet wurde. Mit der Anbiederung in Thüringen als Juniorpartner von Dunkelrot und Steigbügelhalter derselbigen zu agieren braucht sich die SPD überhaupt nicht mehr wundern nicht aus dem 20% Keller bundesweit herauszukommen.Übrigens war es der erklärte Wählerwille in Thüringen das mit diesem Ergebnis schwarz-rot weiterregieren solle.Aber der ist der SPD entgegen ihren ständigen Äußerungen,wie man wieder mal sieht vöpllig egal.Hauptsache an die Macht,koste es was es wolle.Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern.

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