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Samstag, 13.01.2018

Ritterstraße soll sauberer und sicherer werden

Es gibt eine neue Initiative. Sie setzt sich für mehr gegenseitige Rücksichtnahme in der Stadt ein. Es geht auch um Ordnung.

Von Sylvia Jentzsch

Eine Initiative bittet darum, den Fußgängern den Vortritt zu lassen. Es geht auch um Sauberkeit.
Eine Initiative bittet darum, den Fußgängern den Vortritt zu lassen. Es geht auch um Sauberkeit.

© André Braun

Döbeln. Freundlichkeit, Höflichkeit, gegenseitige Rücksichtnahme, das sind Dinge, die nichts kosten, aber das Leben schöner machen. Das dachten sich auch die Mitglieder der Initiative der Ritterstraße, der Mieter, Händler und Anwohner angehören. Sie wollen Vorreiter sein und hoffen, dass ihrem Vorbild andere Straßenzüge und möglichst die gesamte Stadt folgen.

„Ich habe den Eindruck, dass die meisten Autofahrer auf ihr Recht auf Vorfahrt gegenüber dem Fußgänger pochen, sie von der Möglichkeit, das durchzusetzen reichlich Gebrauch machen. Das trifft nicht nur auf die Ritterstraße zu, aber eben auch“, so Sven Weißflog von der Initiative. Dabei sei es in vielen Fällen so einfach, einmal anzuhalten, und die Fußgänger über die Straße zu lassen. Schön wäre, wenn der Autofahrer lächelt und dem Fußgänger mit der Hand ein Zeichen gibt, dass er nun gefahrlos die Straße überqueren kann. „Das könnte der Beginn eines freundlichen und netten Umgangs miteinander sein“, so Weißflog. Da nicht jeder Autofahrer selbst auf diese Idee komme, stehen im Eingangsbereich der Ritterstraße, von der Oberbrücke kommend, jeweils links und rechts Schilder. „Fußgänger zuerst“ steht auf ihnen.

Doch das ist nur ein Punkt, der in Sachen Stadtbild um Umgang miteinander verändert werden soll. „Warum muss Papier auf den Gehweg geworfen und Hundekacke dort liegengelassen werden?“, fragen sich die Mitglieder der Initiative. Damit die Hundehalter keine Ausrede mehr haben, sollen zwei Hundetoiletten – eine an der Straße und eine auf dem Weg entlang der Mulde – aufgestellt werden. Hier gibt es dann Beutel für den Hundekot und gleich eine Möglichkeit, diesen zu entsorgen. Grundsätzlich gehe es um eine saubere Stadt und dazu könne jeder beitragen, sagte Weißflog. Die Schilder seien eine freundliche und lustige Art, die Bürger darauf aufmerksam zu machen und danach handeln zu lassen.

„Die Ritterstraße soll erst der Anfang sein. Um weitere Schilder im Stadtgebiet aufzustellen, bedarf es einer Absprache mit dem Ordnungsamt“, so Weißflog. Er wünscht sich, dass der Tunnelblick der Leute einfach verschwindet. (DA/je)