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Dienstag, 26.09.2017 Handball

RIO-Frauen sorgen für Überraschung

Die HSG Riesa/Oschatz setzt sich gegen HC Burgenland mit 23:22 durch. Dagegen unterliegen die Männer Hoyerswerda mit 23:29.

Wieder ein Angriff der RIO-Frauen, die sich knapp gegen Burgenland durchsetzten.
Wieder ein Angriff der RIO-Frauen, die sich knapp gegen Burgenland durchsetzten.

© Schlechte

Oschatz. Am 4. Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga sorgten die Handballerinnen der HSG Riesa/Oschatz für eine kleine Überraschung und gewannen gegen den Vorjahresfünften HC Burgenland knapp mit 23:22 (12:11). Die Zuschauer in der Rosentalhalle Oschatz bekamen eine spannende Partie über 60 Minuten zu sehen, in der keine der beiden Mannschaften sich mit mehr als drei Toren absetzen konnte. Clara Pechnig und Christin Müller mit jeweils sieben Treffern ragten noch heraus und machten den Ausfall von Josephine Hessel und Carmen Schneider wett.

Bereits in der 2. Minute setzte Torfrau Michelle Barth ein Zeichen und hielt den Strafwurf von Jurate Kiskyte. Christin Müller erzielte wenig später das 1:0. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich der HC Burgenland bis auf 8:5 absetzen konnte (13.). Anja Drechsler und Christin Müller mit einem Hattrick sorgten wenig später für den 9:9-Ausgleich, was die Gäste zur Auszeit veranlasste. Kurz vor der Pause kullerte der Ball etwas glücklich zu Lena Bormann, die zur 12:11-Halbzeitführung einnetzte.

Nach der Pause legte RIO durch Clara Pechnig zum 13:11 nach. Doch die Gäste aus Sachsen-Anhalt spielten ihre Erfahrung aus und drehten die Begegnung (14:16). Eine Zeitstrafe gegen die Gäste stoppte deren Lauf. Weitere Zeitstrafen folgten auf beiden Seiten, aber RIO ging wieder in Führung. Elf Minuten vor dem Ende musste Christin Müller mit der dritten Zeitstrafe auf die Tribüne.

Die Gäste nutzten ihre Überzahl und erzielten den Ausgleich. Sandra Kube wuchtete im Gegenzug den 21:20-Treffer per Strafwurf ins Tor, musste anschließend aber zwei Minuten auf die Bank. Beim Stand von 22:22 nahmen die Gastgeberinnen die zweite Auszeit und spielten ihren Angriff lange aus. Sandra Kube übernahm die Verantwortung und erzielte mit etwas Glück das 23:22-Siegtor. Im Gegenzug wartete Torfrau Michelle Barth mit einer Glanzparade auf und hielt den Sieg fest. Zum nächsten Spiel am 7. Oktober erwartet RIO den SC Hoyerswerda.

Die Männer der HSG Riesa/Oschatz unterlagen am 4. Spieltag der Sachsenliga dem LHV Hoyerswerda mit 23:29 (11:12) und sind Tabellenletzter.

Für beide Mannschaften verlief der Saisonstart alles andere als optimal. Hoyerswerda musste bis dato zwei Niederlagen hinnehmen und stand ebenso wie RIO noch ohne Punkte im unteren Teil der Tabelle. Die Vorzeichen standen bei den Hausherren nicht besonders gut, denn neben Trainer Sören Schwigon fehlte auch Rechtsaußen Florin Träger. Stephan Winkler, der das Traineramt übernahm, konnte auch nicht spielen, zudem gingen Marcel Kühnel und Robert Werner angeschlagen in die Partie.

Die Begegnung begann mit einem offenen Schlagabtausch. RIO konnte immer wieder vorlegen und Hoyerswerda glich aus. Bis zum 6:6 (15.) konnte der Gastgeber vorlegen. Tore von Krause, Wunder und Camen sorgten schließlich für eine 9:7-Führung (19.). Bis zum 10:9 (23.) konnte RIO die Führung behaupten. Hoyerswerda schaffte dann aber die Wende und führte bei Halbzeit knapp mit 12:11.

Die Gäste kamen deutlich engagierter aus der Kabine, zogen auf 18:15 davon (39.). RIO schaffte es, bis zum 18:21 auf Schlagdistanz zu bleiben (45.). Dann aber zogen drehten die Lausitzer auf. Dem Tor von Kühnel standen fünf Treffer der Gäste gegenüber, die ihnen eine deutliche Führung (19:26) einbrachte. Hoyerswerda verwaltete diesen Vorsprung bis zum Schlusspfiff konsequent und bescherte den RIO-Männer am Ende eine 23:29- Heimniederlage.

So stehen die Männer aus Riesa und Oschatz auch nach vier Spieltagen mit leeren Händen da. Wieder schaffte man es nicht, eine konzentrierte Leistung über die 60 Minuten abzuliefern. Erst am 15. Oktober steht das nächste Punktspiel auf dem Programm. Dann wartet mit Gastgeber HVH Kamenz der Tabellenvierte. (ml/ts)