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Mittwoch, 04.10.2017

„Ring on Feier“ macht 2018 Pause

Ronny Hausmann, Vize-Vorsitzender des Ausrichtervereins, sagt, das die Mitglieder eine Pause brauchen und auch andere Projekte wichtig finden.

Von Mario Heinke

Das angestrahlte Gymnasium gehörte auch in diesem Jahr zu den Attraktionen. Das Lichtspektakel „Ring on Feier“ zog laut Veranstalter 15000 Besucher an.
Das angestrahlte Gymnasium gehörte auch in diesem Jahr zu den Attraktionen. Das Lichtspektakel „Ring on Feier“ zog laut Veranstalter 15 000 Besucher an.

© Archivfoto: Rafael Sampedro

Bisher hat der Verein „Tradition und Zukunft Zittau“ offengelassen, wann das von ihm organisierte Event „Ring on Feier – Festival des Lichts“ entlang des Zittauer Stadtrings das nächste Mal stattfinden wird. Vergangene Woche trat nun der Vereinsvorsitzende zurück. Die SZ sprach mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Ronny Hausmann darüber, wie es weitergeht.

Herr Hausmann, wann findet „Ring on Feier“ wieder statt?

Im August 2019. Im kommenden Jahr machen wir eine Pause, das haben wir nach der Auswertung des diesjährigen Events vereinbart. Der Verein ist ja nicht nur Veranstalter von „Ring on Feier“, sondern bringt sich auch bei der Stadtentwicklung und Innenstadtbelebung ein. Wir wollen im Juni 2018 den Sams-Markt auf die Beine stellen, nachdem der Studiengang Projektmanagement am Internationalen Hochschulinstitutes ausgelaufen ist. Die Projektmanager haben den Sams-Markt bekanntlich in der Vergangenheit organisiert.

Wie hat der Verein das diesjährige Event „Ring on Feier“ bewertet?

Wir sind sehr zufrieden. Im Vergleich zur ersten Veranstaltung hatten wir doppelt so viele Besucher, doppelt so viele Höhepunkte, Lichtinstallationen, Gastronomie- und Kulturangebote. Besonders haben wir uns auch über zahlreiche Gäste aus den Nachbarländern gefreut. Die Vereinsmitglieder haben weit über 1 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet, da sind die ehrenamtlichen Unterstützer vom Technischen Hilfswerk noch gar nicht mitgerechnet. Das ging bis an die Grenzen der Belastbarkeit der Beteiligten. Wir möchten im kommenden Jahr darüber nachdenken, wie es konzeptionell weitergeht und was man vielleicht noch besser machen könnte. Wir wollen nicht jedes Jahr dasselbe anbieten und müssen aufpassen, dass die Veranstaltung keinen Stadtfest- oder Rummelcharakter bekommt.

Es gibt den Vorschlag, das Stadtfest und „Ring on Feier“ künftig im jährlichen Wechsel stattfinden könnten. Setzen Sie diesen Vorschlag um?

Nein, auch wenn es jetzt vielleicht so aussieht. Wir möchten schon noch selber entscheiden, wann wir was tun. Trotzdem sprechen wir uns natürlich mit der Stadtverwaltung ab. Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist sehr eng und lassen Sie mich es so sagen: vorbildlich. Viele Sachen, wie die abschnittsweise Sperrung des Stadtrings, der bekanntlich eine Bundesstraße ist, wären ohne die Unterstützung der Stadt unmöglich gewesen. Mit der finanziellen Unterstützung der Stadt und der vielen Sponsoren ist es uns auch gelungen, am Ende eine schwarze Null zu schreiben.

Ihr Vorsitzender Thorsten Walkstein ist zurückgetreten. Er war an der Neuausrichtung des Vereins maßgeblich beteiligt. Was ist da passiert?

Thorsten Walkstein bleibt uns treu und weiterhin im Verein aktiv, aber wir haben ihm wohl zuviel zugemutet und die Aufgabe unterschätzt. Sein Rücktritt zeigt, dass wir die Arbeit auf breitere Schultern verteilen müssen.

Wer tritt an seine Stelle?

Bis zu den satzungsgemäß angedachten Neuwahlen im Jahre 2019 werden Johann Middents und ich, wir sind beide Stellvertreter, den Verein kommissarisch leiten.

Wollen Sie den trinationalen Sams-Markt im Juni verändern oder bleiben Sie bei dem studentischen Konzept?

Die Studenten haben gute Vorarbeit geleistet und in den vergangenen sieben Jahren bewiesen, dass es funktioniert. Wir möchten die Einzelhändler der Innenstadt noch mehr einbinden. Sie sollen sich aktiv einbringen.

www.ringonfeier.de