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Dienstag, 14.11.2017

Rettungseinsatz noch nicht bezahlt

Der Falschtanker hat den Umwelteinsatz vom 19. August immer noch nicht beglichen.

Von Birgit Ulbricht

Am 19. August 2017 kam es in Thiendorf zu einem größeren Umwelteinsatz der Feuerwehr.
Am 19. August 2017 kam es in Thiendorf zu einem größeren Umwelteinsatz der Feuerwehr.

© Archiv/Roland Halkasch

Thiendorf. Die Feuerwehren, ein Umweltlabor sowie technische Helfer des Landkreises sitzen immer noch auf ihren Rechnungen. Rund 30 000 Euro kostete es, die gut 90 Liter Benzin aus einem Regenwasserkanal und Rückhaltebecken abzupumpen, die ein Falschtanker am 19. August aus seinem BMW X5 einfach dort abgelassen hatte.

Das machte er nicht etwa an der Thiendorfer Tankstelle, als er den Fehler bemerkte, sondern wenige Meter weiter in den Regenwasserkanal bei Burger King. Die Benzingase waren hochexplosiv, das Benzin lief in ein Rückhaltebecken, das daraufhin mehrfach gereinigt und kontrolliert werden musste. 16 Wehren waren im Einsatz, der Umweltzug des Landkreises Meißen sowie acht Polizeifahrzeuge. Burger King, Mc Donalds und der nahe gelegene Netto-Markt wurden geräumt.

Bei dem Autofahrer handelte es sich um einen schwedischen Staatsbürger, was die Sache kompliziert, da die Kfz-Versicherung dort keine Einsatzkosten bezahlt, weil die der Staat trägt. Havariekommissar Dieter Leonhardt, der sich um die Regulierung bemüht, sagte, dass auch die eingeschränkte Deckungszusage noch nicht eingelöst ist.