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Dienstag, 09.02.2016

Remmidemmi für mehr Empathie

Die Hamburger Band Deichkind spielte am Montagabend ein Soli-Konzert für linke Bündnisse auf dem Theaterplatz.

Von Julia Vollmer

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Deichkind auf dem Theaterplatz.
Deichkind auf dem Theaterplatz.

© Christian Juppe

  • Deichkind auf dem Theaterplatz.
    Deichkind auf dem Theaterplatz.
  • Kleine Bühne - große Stimmung.
    Kleine Bühne - große Stimmung.
  • Mehrere Tausend zumeist junge Dresdnerinnen und Dresdner waren beim Gratis-Konzert zugegen.
    Mehrere Tausend zumeist junge Dresdnerinnen und Dresdner waren beim Gratis-Konzert zugegen.

Dresden. Ein Signal für mehr Empathie und weniger Egoismus wollte Deichkind am Montagabend mit ihrem Konzert auf dem Theaterplatz senden. Die Hamburger Band spielte einen kostenlosen Gig vor mehreren Tausend Fans. Die erbetenen Spenden der Besucher gehen komplett an die Bündnisse Dresden Nazifrei und Gepida. Mit Deichkind auf der Bühne standen die Rapper Das Bo und Fatoni.

Es sei ihnen ein Anliegen, sich einzusetzen „für den Mut eines jeden Menschen, sich seinen Ängsten offen zu stellen und diese Ängste nicht in Gewalt, Wut, Trotz und Hass umschlagen zu lassen“, teilten die Elektropunker, die bekannt geworden sind mit Songs wie „Remmidemmi“ und „Leider geil“, auf ihrer Facebookseite mit. Dass sie gerade Dresden für ihr Solidaritätskonzert ausgewählt haben, hat zwei Gründe: Zum einen wolle die Band dieses Signal von einem Ort aus senden, der in den letzten Monaten das Zentrum für ein landesweites gesellschaftliches Klima geworden ist, welches „einen Nährboden für Polarisierung und Gewalt schafft.“ Zum anderen findet am Dienstagabend ihr lange geplantes Konzert in der Messe statt.

„Wir machen klar, dass wir in dieser Stadt keine rassistischen, faschistoiden und fremdenfeindlichen Strukturen wie Pegida haben wollen“, sagte ein Sprecher des Bündnisses Dresden Nazifrei im Vorfeld. Eine Stadtverwaltung, die Gegenprotest kriminalisiert und vor Pegida „den roten Teppich ausrollt“, sei nicht akzeptabel. „Wir sind müde vom Partymachen, lasst uns feiern“, forderte Gepida etwas weniger konfrontativ. (SZ/jv)