erweiterte Suche
Freitag, 12.01.2018

Rekordspende für Kinderkrebsstation

Langebrücker verkauften teils wertvollen Weihnachtströdel. Es kam soviel Geld zusammen wie noch nie.

© dpa

Langebrück. Pyramiden, Kerzenständer, Räuchermännchen, Schwibbögen – nach dem Aufruf ging eine wahre Flut von Spenden bei Bärbel Gietzelt und den anderen Organisatoren der Langebrücker Ortsgruppe des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz ein. „Eine Garage und ein Keller waren voll. Darunter waren viele sehr gute Stücke, manche original Erzgebirgische Handwerkskunst“, sagt sie. Entsprechend groß war die Resonanz beim Weihnachtsmarkt. 1 600 Euro kamen beim Verkauf der Weihnachtsutensilien zusammen, soviel wie noch nie. Im vergangenen Jahr waren es 1 111 Euro.

Das Geld ist auch diesmal für die Kinderkrebsstation der Dresdner Uniklinik bestimmt. „Der genaue Übergabetermin steht noch nicht fest. Aber in diesem Monat wird die Spendensumme garantiert noch überreicht.“ Angefangen hat alles mit einer Idee vor vier Jahren. Damals hat das Schicksal dieser Kinder, die wegen ihrer Krebserkrankung die Klinik oft monatelang nicht verlassen, betroffen gemacht. Bärbel Gietzelt und die anderen Langebrücker berieten, wie sie ihnen das Schicksal ein wenig erleichtern können. Damals wurde die Idee einer Spendensammlung geboren.

Die Aktivitäten der Langebrücker Ortsgruppe beschränken sich nicht nur auf das Spendensammeln, sie veranstaltet beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Forst das traditionelle Saugartenfest. Mehrere Hundert Besucher kommen jedes Jahr auf das Areal am Rande der Dresdner Heide. Wer den Trödelstand beim vergangenen Weihnachtsmarkt verpasst hat, kann sich auf den nächsten freuen. „Wir werden das Projekt ganz sicher weiterführen“, sagt Bärbel Gietzelt. Gerade eben haben die Organisatoren Weihnachtsutensilien für den Trödelstand in knapp einem Jahr eingesammelt. „Die Spender haben sich gesagt, eh ich die Sachen wegpacke und im Dezember abgebe, dann kann ich das auch gleich tun.“ (SZ/td)