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Reiterferien in Sachsen - Reiten im Burgen- und Heideland

Ferien auf einem Reiterhof sind der Traum eines jeden Mädchens. Doch nicht nur Kinder erfreuen sich Jahr für Jahr an Reiterferien.

15.09.2017

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Foto: 1: Unsplash.com © Jeremy Perkins (CC0 1.0)

Das Reiten ist eine Sportart, die Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Auch für Anfänger bietet der Urlaub auf einem Reiterhof die perfekte Möglichkeit, den Tieren nahezukommen und den richtigen Umgang mit ihnen zu erlernen. Was Ferien auf einem Reiterhof alles bieten können und worauf es dabei ankommt, zeigt dieser Artikel.

Reiten kann jedermann

Beim Reiten spielt es keine Rolle, ob jemand groß oder klein, alt oder jung ist. Zudem werden keine großen sportlichen Ansprüche gestellt. Das Reiten erfordert lediglich ein gewisses Maß an Konzentration, eine erlernbare Körperbeherrschung und ein einfühlsamer Umgang mit den Pferden. Gerade für Kinder und Erwachsene mit Konzentrationsstörungen, psychischen Erkrankungen oder anderen körperlichen Leiden ist der Pferdesport eine bewährte Therapie. Sie trainieren ihre Konzentrationsfähigkeit, betätigen sich sportlich und lernen den artgerechten Umgang mit Tieren kennen.

Urlaub auf dem Reiterhof: Das erwartet die Teilnehmer

Ferien auf dem Reiterhof machen eine Menge Spaß und helfen dabei, soziale Kontakte zu knüpfen. Denn in einem solchen Urlaub treffen viele verschiedene Menschen mit einem gemeinsamen Ziel aufeinander: Sie möchten den richtigen Umgang mit Pferd und das Reiten erlernen. Es kommt allerdings auch körperliche Arbeit und viel sportliche Aktivität auf die Urlauber zu. Zu den üblichen Aktivitäten im Reiturlaub gehören:

  • Pferdepflege: Pferde sind vor und nach jedem Training zu striegeln und zu putzen. Die tägliche Fütterung und das Ausmisten der Boxen gehören oftmals dazu.
  • Training und Ausritte: Auf dem Platz oder in der Reithalle findet das tägliche Training statt. Dabei werden die Haltung, Beinarbeit und die entsprechende Disziplin erlernt. Oft finden auch Ausritte in Gruppen statt, um die wunderschöne Natur der Heide zu entdecken.
  • Reittage: An langen Reittagen sind die Teilnehmer von morgens bis abends mit ihren Pferden unterwegs. Am Abend treffen sich alle an einem gemütlichen Lagerfeuer und lassen den spannenden Tag ausklingen.
  • Wanderungen: Neben dem Reiten locken vielseitige Wanderwege zu ausgedehnten Touren in die Heide.
  • Kutschfahrten: Nicht nur zu Fuß lässt sich die Heide erkunden. Kutschfahrten sind eine tolle Möglichkeit, die Umgebung kennenzulernen.

Ein wichtiger Punkt ist der korrekte Umgang mit den Pferden: Die Reitlehrer führen ihre Schüler behutsam an die Tiere heran. Dabei erklären sie ihnen, wie die verschiedenen Verhaltensweisen zu deuten sind und worauf es zu achten gilt. Niemand wird einfach auf ein Pferd gesetzt. Nur, wenn der Reiter die Tiere versteht, kann er auf ihr Verhalten reagieren und in kritischen Situationen entsprechend reagieren.

Gut vorbereitet in die Reiterferien

Spätestens, wenn der Urlaub gebucht ist, gilt es einige Anschaffungen zu machen. Gut sitzende Reiterkleidung ist wichtig und schützt bei Stürzen vom Pferd.

  • Reithelm: Der Reithelm ist unverzichtbar und stellt die wichtigste Anschaffung dar. Beim Kauf ist es elementar, sich in einem Fachgeschäft beraten zu lassen und die richtige Größe zu wählen. Helme, die nicht korrekt passen, rutschen und schützen den Kopf bei einem Sturz nicht ausreichend.
  • Reitweste: Diese spezielle Weste ist in der Regel am Rücken und am Brustkorb verstärkt, sodass sie Rippen, Organe und die Wirbelsäule bei einem Sturz schützt.
  • Reithose: Wer häufig reitet, wird bald feststellen, dass normale Hosen äußerst unpraktische sind. Das ständige Scheuern führt nicht nur zu geröteten Oberschenkeln, eine Hose ohne verstärkte Innenseiten hält der Belastung nicht stand und beginnt zu reißen.
  • Reitstiefel: Normale Schuhe sind beim Reiten gefährlich und bieten nicht den nötigen Halt. Denn diese können sich aufgrund ihrer Laufsohle im Steigbügel verhaken, was in der Folge zu schweren Verletzungen führen kann.
  • Reithandschuhe: Reithandschuhe haben gleich zwei Vorteile: Durch ihre spezielle Beschaffenheit rutschen die Zügel nicht aus der Hand. Zusätzlich sind die vor allem für Reitanfänger zu empfehlen:

Durch die ungewohnte Belastung der Handinnenflächen kann es zur Blasenbildung kommen. Handschuhe schützen die Hände, damit die Freude im Urlaub auch ungetrübt bleibt.

Das Reiten bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten

Kaum eine Sportart ist so vielseitig wie das Reiten. Neben dem klassischen Freizeitreiten sind eine ganze Reihe von Disziplinen vertreten. Eine der beliebtesten ist das Dressurreiten. Grundlegend beginnt jeder Reitanfänger mit dieser Disziplin. Dabei spielt die Koordination zwischen Pferd und Reiter eine große Rolle. In den ersten Reitstunden ist oftmals auch das Voltigieren vertreten. Der Reitlehrer longiert das Pferd in einem Kreis, während die Voltigierer akrobatische Kunststücke auf seinem Rücken vollführen.

Jahr für Jahr erfreut das Springreiten seine Zuschauer. Dabei wird die Disziplin in einzelne Klassen unterteilt. Jede Klasse symbolisiert die Höhe der Hindernisse, welche es zu überspringen gilt.

Eine spannende Reitweise ist das aus Amerika stammende Westernreiten. Pferd und Reiter sind darauf trainiert, auf die kleinsten Schenkelhilfen zu reagieren und diese auszuführen. Die Zügel spielen dabei kaum eine Rolle, weshalb diese überwiegend locker in einer Hand liegen.

Neben den bekannten Reitdisziplinen entwickelt sich der Pferdesport immer weiter. Gangpferdereiten, Distanzreiten und Pferderennen haben auch in Deutschland eine große Fangemeinde. Dementsprechend bieten viele Reiterhöfe das Training in den einzelnen Disziplinen an oder spezialisieren sich auf eine. Daher empfiehlt es sich, sich vor Antritt der Reiterferien über die einzelnen Angebote zu informieren.

Das zeichnet einen guten Reiterhof aus

Reiterhöfe sind oftmals familiengeführte Unternehmen, die über eine lange Tradition verfügen. Ein guter Reiterhof zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er viel Wert auf eine artgerechte Haltung und den korrekten Umgang mit den Tieren legt. Pferde werden täglich auf die Koppel gebracht und den Reitschülern wird das Verhalten der Tiere erklärt, bevor diese mit ihrer ersten Reitstunde beginnen. Ein Indiz dafür ist die FN-Prüfplakette. Diese bestätigt, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und der Reitlehrer eine professionelle Ausbildung durchlaufen hat.

Eine weitere Möglichkeit sich über den Reiterhof zu informieren, ist das Einholen unabhängiger Gästemeinungen. Dazu kann auf das Gästebuch des Unternehmens oder auf verschiedene Onlineportale zurückgegriffen werden.