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Montag, 09.03.2015

Regine Töberich: Elberadweg wird weggebaggert

Die Investorin von Marina Garden wirft der Stadt Klientelpolitik vor und reagiert mit drastischen Maßnahmen.

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Der Radeweg unterhalb des einstigen Freiraums Elbtal soll Anfang April weggebaggert werden.
Der Radeweg unterhalb des einstigen Freiraums Elbtal soll Anfang April weggebaggert werden.

© Christian Juppe

Regine Töberich macht Ernst: Sie will den Pieschener Elberadweg zwischen Citybeach und Puschkinplatz sperren. Der Chefin der Immobilienfirma Dresden Bau gehört ein Grundstück, auf dem der Radweg verläuft. Bisher hat sie es der Stadt kostenlos zur Nutzung überlassen.

Doch nachdem der von Rot-Rot-Grün dominierte Stadtrat sowie Umwelt- und Stadtplanungsamt ihre Wohnungspläne im Marina-Garden-Projekt ablehnten, greift Töberich zu diesem Mittel. „Diese Klientelpolitik lasse ich mir nicht gefallen. Ich habe den Nutzungsvertrag mit der Stadt zum 31. März dieses Jahres gekündigt. Danach wird der Radweg weggebaggert, und es entsteht eine Wiesenfläche“, sagt die Architektin. An welchem Tag die Bagger anrollen, konnte Töberich gestern noch nicht genau sagen. „Auf jeden Fall Anfang April.“

Regina Töberich will 240 Wohnungen auf dem Areal an der Leipziger Straße bauen. Doch der Stadtrat hat nur ein abgespecktes Projekt bewilligt. Danach ist nur der Bau von ein- bis zweireihigen Häusern mit maximal vier Geschossen erlaubt. Zur Elbe hin solle viel frei und begrünt bleiben. Auf dem Grundstück Leipziger Straße 33 arbeiteten Künstler und Kreative jahrelang im Verein Freiraum Elbtal. Weil sie das Areal nicht verlassen wollten, wurden sie kürzlich zwangsgeräumt. (SZ/kh)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 68 Kommentare

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  1. Thomas Klein

    Jetzt wird es richtig interessant. Lehnen zurückklappen, Popcorn abfüllen, Bier kalt stellen und 3D-Brillen raus. Das Drama beginnt in 3, 2, 1,... (Ich glaube, jetzt hat der Größenwahn die Beton-Regine voll erwischt. Gibt´s da etwas von Ratiopharm?)

  2. Schwarzmaler

    Das ist doch mal eine mutige Ansage in einer Zeit, wo Grundstückseigentümer nur noch reglementiert und gemolken werden! - Ehe hier er große Katzenjammer einsetzt: Große Teile des sog. "Elberadweges" in Sachsen verlaufen "geduldet" über Privatgrund; ohne Verständnis und Entgegenkommen der Eigentümer hätte sich der Freistaat schon in den 90ern die Idee, den Elberadweg wiederzubeleben - "in die Haare schmieren" können! - Mittel, diese Flächen zu erwerben oder zumindest angemessene Nutzungsentgelte zu entrichten, haben weder Land noch Kommunen! Dennoch schmückt man sich gerne mit "geborgten Kleinoden" und schert sich einen Dreck um die Rechte der Eigentümer!

  3. Fan

    Ganz prima, Stadt Dresden! Anstatt Verein Freiraum Elbtal dort zu belassen nun solch einen Schwachsinn. Dresden wird immer lächerlicher.

  4. dali0815

    Ich bin auch Nutzer dieses Abschnitts des Elbradweges und finde es traurig, ich kann aber auch Frau Töberich verstehen. Endlich mal jemand der den Spinnern die Grenzen aufzeigt, Eigentum ist Eigentum.

  5. Rupert

    Ebenfalls drastische Maßnahmen ergreifen: Die Stadt soll das Stück Radweg enteignen zum Wohle der Allgemeinheit!

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