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Dienstag, 08.11.2016

Raumdüfte - Ein neuer Einrichtungstrend liegt in der Luft

Es riecht nach Orange, Vanille oder Meeresbrise: Das Einrichten der Wohnung mit Düften ist in Mode gekommen. Die Lifestyle-Produkte sollen das Raumempfinden verbessern und einer Wohnung Individualität verleihen.

Das Dresdner Unternehmen Raumduftshop.de berät seit mehr als 8 Jahren Kunden zu Raumdüften und gibt seinen Kunden in Deutschlands erstem Fachgeschäft für Raumdüfte die Gelegenheit Düfte zur Probe zu schnuppern. | Foto: Raumduftshop in Dresden
Das Dresdner Unternehmen Raumduftshop.de berät seit mehr als 8 Jahren Kunden zu Raumdüften und gibt seinen Kunden in Deutschlands erstem Fachgeschäft für Raumdüfte die Gelegenheit Düfte zur Probe zu schnuppern. | Foto: Raumduftshop in Dresden

Dabei ist eine dezente Anwendung wichtig, denn ein hochwertiger Raumduft ist viel mehr als bloßes Übertünchen von schlechten Gerüchen. Denn ein guter Duft gilt bereits seit Jahrtausenden als Zeichen des Wohlstands.

Der individuelle Duft - Ein Ausdruck der Persönlichkeit

Wie das eigene Lieblingsparfum ist ein Raumduft ein Spiegel der Persönlichkeit. Studien belegen, dass der Duft eines Raumes grundlegend zum Wohlbefindlichkeitsgefühl beiträgt, wie auch die Farben oder die Möblierung eines Zimmers. Dieses individuelle Empfinden kann je nach Duft positiv oder auch negativ ausfallen. Mal duftet es nach frischen Blumen, in Extremfällen müffelt es nach Schmutzwäsche oder der Toilette.

Dieser Eigengeruch der Wohnung soll durch Raumdüfte ganz nach den eigenen Vorstellungen bestimmt werden. Die Deutschen bevorzugen im Sommer frische, luftige Düfte und im Winter eher süßliche schwere Düfte, so die langjährige Erfahrung der Duftexperten von Raumduftshop.de, einem Fachhändler für Raumdüfte aus Dresden. Aber der Duft kann sich auch nach dem Raum richten, in welchem er angewendet werden soll. Beispielsweise werden im Badezimmer gern frische, reinliche Düfte von Zitrusfrüchten verwendet. Das verwandelt das kleine Badezimmer zwar nicht in ein Spa, lässt aber zumindest den gleichen Eindruck von Reinheit und Wellness zu.

Bei Raumdüften geht es längst nicht nur um die Maskierung schlechter Gerüche. Der individuelle Geruch gehört zu jeder Wohnung und ist mittlerweile ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Selbst Konzerne und große Unternehmen nutzen eigens entworfene Raumdüfte, sogenannte Corporate Scents, damit ihre Kunden den Markennamen mit einem ganz bestimmten Duft in Verbindung bringen. Bekanntestes Beispiel ist die Modemarke Abercrombie & Fitch. Die gerieten allerdings durch den massiven Einsatz von Düften in ihren Geschäften in die Kritik. Doch Unternehmen, die Raumduft dezent einsetzen, freuen sich über weit mehr Erfolg beim Kunden. Das beweisen zahlreiche Hotels und selbst Banken.

Raumdüfte - Viel mehr als zu intensive Geruchsübertüncher

Kritiker bemängeln, dass Raumdüfte schlechte Gerüche nur überdecken, Lüften ausreicht und viele Düfte zu intensiv sind. Und damit haben sie sogar teilweise Recht.

Raumdüfte beseitigen keinen dauerhaften Schimmel oder andere geruchliche Übeltäter. Dafür ist eine Beseitigung der Quelle erforderlich. Für die reine Überdeckung von permanent schlechten Geruchsquellen eignen sich insbesondere teure Markenraumdüfte nicht.

Auch das Lüften der Wohnung bleibt weiterhin unerlässlich. Eine gute Durchlüftung der Räume ist bei der Nutzung von Raumdüften sogar notwendig. „Nur in Verbindung mit frischer Luft kann ein Duft seine volle Wirkung entfalten. Das ist gerade in wärmeren Gefilden eine gängige Praxis. In Deutschland ist sie dagegen noch wenig verbreitet“, berichten die Fachleute von Raumduftshop.de.

Düfte werden so manchem aber auch schnell zu viel. Kopfschmerzen können die Folge sein. Entscheidend ist die richtige Anwendung. Bei einem sogenannten Diffuser, einem Flakon mit Stäbchen, glauben viele Verbaucher, alle der mitgelieferten Holzstäbchen verwenden zu müssen. Dabei lässt sich bereits mit zwei oder drei Stäbchen ein Raum von zehn Quadratmetern beduften. Je nach gewünschter Duftstärke können Stäbchen entfernt oder hinzugefügt werden.

Moderne Raumdüfte: Jahrtausendealte Tradition im modernen Gewand

Die Branche für Raumdüfte boomt. Bereits seit den 1990er Jahren ist die Raumbeduftung nach dem sogenannten Diffusionsprinzip ein Trend im modebewussten Italien und Frankreich. Erfunden wurde die Kaltverdunstung des Duftes mittels Holzstäbchen in Mailand. Bis nach Deutschland sind die Raumdüfte nur langsam vorgedrungen. Sind Duftkerzen inzwischen zu alten Bekannten im Wohnzimmer geworden, bekommen sie nun durch Diffuser - so heißen die Duftflakons mit Stäbchen - oder auch elektrische Duftgeräte Konkurrenz auf dem deutschen Markt.

Doch die Geschichte von Raumdüften beginnt bereits in der Antike. Bereits in alten Kulturen wie in Ägypten, Rom oder dem Judentum wurden Düfte in Form von Räucherwerk für Rauchopfer für Götter aber auch zur Beduftung von Orten bei Festlichkeiten genutzt. Im Mittelalter war das Verstreuen von duftenden Rosenblütenblättern oder das Verbrennen von Harzen und Hölzern an Adelshöfen für Feierlichkeiten beliebt. Duftende Potpourris oder später auch Räucherkerzen waren besonders im 18. und 19. Jahrhundert ein Zeichen des Wohlstands.

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts, mit dem Aufkommen von Duftkerzen, wurden Düfte auch unabhängig von öffentlichen oder jahreszeitlichen Anlässen, wie die Adventszeit, genutzt. Der reine Duftgenuss stand ebenfalls im Mittelpunkt. Die Entdeckung des Prinzips der Duftverteilung mittels Rattanstäbchen durch Alessandro Agrati, dem Gründer der italienischen Raumduftmarke Culti Milano, führte zur Entwicklung des ersten Diffusers, einem mit Duftflüssigkeit gefüllten Flakon mit Stäbchen. Innovative Entwicklungen wie Kapsel-Duftgeräte, Autodüfte für die Lüftung oder Staubsaugerdüfte erweiterten den Markt für Raumdüfte.

Die Branche für Raumdüfte wächst stetig. Auch der Trend zur Raumbeduftung wird in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht abklingen. Denn der Wunsch nach einer persönlichen Note in den eigenen vier Wänden ist ein Bedürfnis, welches zunehmend von Händlern und Herstellern bedient wird.