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Mittwoch, 13.09.2017

Ratgeber Baurecht - Der Bauantrag!

Für viele Bauherren beginnt der schwerste Teil Ihres Hauswunsches bereits mit den Formalitäten, die mit den Behörden zu klären sind.

Foto: Eroyka / Ital.
Foto: Eroyka / Ital.

Dabei gilt es eine Vielzahl von Berechnungen und Nachweisen zu erbringen, um die Bewilligung des Bauantrags zu erhalten. Doch wie sollte der Bauantrag erstellt werden, was muss er beinhalten und gibt es Möglichkeiten, das Verfahren zu vereinfachen? Wer sich noch vor dem Hausbau einen ausreichenden Überblick verschafft, der erspart sich viel Mühe und kann beruhigt an die kommenden Aufgaben herangehen.

Wie wird ein Bauantrag gestellt und was gilt es dabei zu beachten?

Wer in Deutschland ein Eigenheim bauen möchte, der benötigt in fast allen Fällen eine Baugenehmigung. Um diese zu erhalten bedarf es umfangreicher Dokumente, die es in Form eines Bauantrags an die örtliche Baubehörde zu übermitteln gilt. Bevor jedoch ein Bauantrag gestellt werden kann, sollte zunächst eine Bauvorlagenberechtigung eines Architekten oder Ingenieurs eingeholt werden. Ist die Bauvorlagenberechtigung ausgehändigt, gilt es den Bauantrag einzureichen. Dieser ist sehr komplex, weshalb minutiös darauf geachtet werden sollte, dass alle nötigen Unterlagen enthalten sind. Bauherren, die eng mit einer Baufirma zusammen arbeiten, anstatt selber zu bauen, können dabei deutliche Vorteile in puncto der behördlichen Maßnahmen erwarten Massivhausanbieter wie Viebrockhaus beispielsweise nehmen Ihren Kunden diese Art der Formalitäten komplett ab, sodass Sie sich selbst nicht um die nötige Anträge kümmern müssen. Etwaige Leistungen sind bereits im Gesamtpreis enthalten. Auf diese Weise können sich Bauherren und auch die Fertighausanbieter selbst viel Zeit ersparen.

Der Antrag selbst setzt sich dabei aus verschiedenen Kategorien zusammen. Die Bauzeichnungen müssen sowohl die Zweckbestimmung der Räume, die Raumflächenberechnung als auch die Schnitte von Räumen, Geschossen, Dachneigungen oder das Steigungsverhältnis von Treppen beinhalten. Wichtig ist, dass die Zeichnungen im Format 1:100 erstellt werden. Der Lageplan hingegen kann im Format 1:10.000 oder 1:5.000 erstellt werden. In ihm müssen die Planzeichnung sowie die schriftliche Ausarbeitung enthalten sein. Um einen Lageplan zu erstellen, müssen sich Bauherren hierfür an einen Vermessungsingenieur wenden, der diesen erstellt. Auch dürfen Baubeschreibung und Betriebsbeschreibung im Bauantrag nicht fehlen. Diese geben den zuständigen Behörden Auskunft darüber, welche Bauleistungen getätigt werden, welchen Zweck sie erfüllen und welcher Bauablauf vorgesehen ist. Darüber hinaus sollten hier sämtliche relevanten Angaben zur Absicherung der Baustelle, zur statischen Berechnung sowie Informationen zum Grundwasser enthalten sein. Neben diesen Formularen, Berechnungen und Nachweisen müssen weitere Unterlagen durch Fachingenieure erbracht werden. Hierzu zählen Berechnungen für Wärme-, Lärm-, und Brandschutz sowie Berechnungen zur Statik und Entwässerungsanträge.

Nachdem der Bauantrag bei der zuständigen Baurechtsbehörde eingereicht ist, wird diese meist innerhalb von zwei Wochen prüfen, ob der Antrag vollständig und rechtens ist. Ist dies der Fall, so wird dem Bauherren mitgeteilt, bis wann er mit dem Erhalt der Baugenehmigung rechnen kann.

Welche Gesetze und baurechtliche Hürden gibt es?

Generell wird die allgemeine Rechtsgrundlage durch das Baugesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland geregelt. Parallel dazu gibt es weitere Bauordnungen, die von den Bundesländern verfasst und kontrolliert werden. Bezüglich der geografischen und witterungstechnischen Besonderheiten sollten sich Bauherren daher intensiv mit den Verordnungen ihres jeweiligen Bundeslandes beschäftigen.

Das Baugesetzbuch sieht hingegen prinzipiell vor, dass Sie als Bauherr das Recht innehaben, Gebäude auf Ihrem Grundstück zu errichten und Änderungen am Bestand vornehmen dürfen. Dabei gilt es jedoch, geltende Gesetze und Ordnungen einzuhalten. Wer sich in diesem Punkt nicht selbst stundenlang mit der Gesetzgebung beschäftigen und sichergehen möchte, dass das Bauvorhaben ordnungsgemäß ist, sollte in Kooperation mit einer Baufirma arbeiten oder einen Fachmann zu Rate ziehen.