Dienstag, 27.11.2012

Rätselhaftes Feuer an der Eichbergstraße

Bei der Firma Syko brennt es auf einem überdachten Lagerplatz. Zuvor soll es eine Explosion gegeben haben.

Von Jens Hoyer

Wie Schnee lag gestern noch der schwere Schaum auf dem Hof der Firma Syko, den die Feuerwehr in der Nacht zu zur Brandbekämpfung auf dem überdachten Lagerplatz eingesetzt hatte. Ein Mitarbeiter schob ihn vor dem Eingang zur Halle mit dem Schneeschieber beiseite. Erst in zwei bis drei Tagen wird der Schaum sich auflösen. Foto: Jens Hoyer
Wie Schnee lag gestern noch der schwere Schaum auf dem Hof der Firma Syko, den die Feuerwehr in der Nacht zu zur Brandbekämpfung auf dem überdachten Lagerplatz eingesetzt hatte. Ein Mitarbeiter schob ihn vor dem Eingang zur Halle mit dem Schneeschieber beiseite. Erst in zwei bis drei Tagen wird der Schaum sich auflösen. Foto: Jens Hoyer

In der Nacht zum Montag ist ein Feuer unter einem Schauer auf dem Gelände der Firma Syko an der Eichbergstraße/Ecke Leisniger Straße ausgebrochen. Ein Feuer, das Rätsel aufgibt. Laut Augenzeugen habe es zuvor eine Explosion gegeben, sagte Geschäftsführer Alexander Ludwig. Und: Auf der Lagefläche habe es nichts gegeben, was sich von allein entzünden konnte.

Syko plant, baut und montiert Fassaden, Fenster und Türen. Auf dem überdachten Lagerplatz waren unter anderem Dichtungen aus Gummi und Aluminiumteile in Flammen aufgegangen. Als die Feuerwehr gegen 22.30 Uhr eintrifft, brennt es lichterloh. Starker Rauch habe das Einschätzen der Lage erschwert, sagte Einsatzleiter Lutz Hesse. Die Feuerlehrleute mussten unter Atemschutz arbeiten. Um genügend Reserven zu haben, wurden auch noch die Feuerwehren Ebersbach, Limmritz und Töpeln angefordert. 43 Feuerwehrleute waren am Brandort.

Das Feuer erwies sich als hartnäckig. Mit schwerem Löschschaum wurde der Brandherd schließlich abgedeckt. Aber in der Fassade der danebenstehenden älteren Fertigungshalle schwelt es weiter. Für die Montage der Blechverkleidung seien seinerzeit Holzlatten verwendet worden, sagte Hesse. Die Feuerwehrleute mussten die Fassade von oben öffnen, um Wasser hinter die Verkleidung spritzen zu können. „Das Löschwasser war mit Netzmittel versetzt, dass das Holz das Wasser aufnimmt“, sagte Hesse.

Gegen 5 Uhr Morgens war das Feuer unterm Schauer noch einmal aufgeflammt. Die Feuerwehr forderte das Technische Hilfswerk an. Die Helfer stützten das einsturzgefährdete Dach ab, damit die Feuerwehrleute direkt an den Brandherd konnten. „Wir haben dann mit Sand gelöscht. Anders bekommt man brennendes Aluminium nicht aus“, sagte der Einsatzleiter.

Bei Syko wurde gestern mit der Schadensbeseitigung begonnen. Genauer genommen noch mitten in der Nacht. Denn die verbrannten Dichtungen, Aluminiumteile und Dämmmaterialien werden dringend auf einer Baustelle gebraucht. „Ich habe noch in der Nacht bei unserem Zulieferer angerufen und Ersatz organisiert. Unsere Kunden haben Verständnis dafür, dass sich der Termin verschiebt“, sagte Geschäftsführer Alexander Ludwig. Bei dem Brand sei allein Material für eine Baustelle im Wert von rund 18.000 Euro vernichtet worden. Die Produktion sei aber zum Glück nicht beeinträchtigt. Die Erneuerung der Hallenfassade soll als erstes in Angriff genommen werden – dafür gab es schon eine Zusage von der Versicherung, so der Geschäftsführer. Die Arbeit der Feuerwehr lobt er in den höchsten Tönen. Die habe so schonend wie möglich gelöscht.

Erklären kann Alexander Ludwig das Feuer nicht. Das ganze Wochenende seien Mitarbeiter auf dem Gelände gewesen. „Wir haben zur Zeit Termindruck“, sagte er. Der letzte Mitarbeiter habe erst wenige Stunden vor Ausbruch des Feuers das Gelände verlassen – da habe es noch keine Anzeichen dafür gegeben. Auf dem Lagerplatz hatte es sogar eine Mauer umgeworfen. Für Ludwig ist das ein Hinweis, dass es tatsächlich eine Explosion gegeben hatte. Wer oder was den Brand verursacht hat, das ist noch unklar. Die Polizei ermittelt.

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